Kiss Tha Cook von „Billy Cook“

Küstler:
Billy Cook
Redaktions-Wertung:
Titel:
Kiss Tha Cook
Release:
3. Dezember 2008
LeserInnen-Wertung:
Genre:
Web:
keine Angaben

billy-cook-kiss-tha-cook-cd-bewertungendeWas in den letzten beiden Jahren alles an R’n’B-Meisterwerken rausgekommen ist, ist schon unglaublich. Egal, ob Oldie R. Kelly, die
Youngsters von Pretty Ricky oder aktuell das Comeback von Usher, keiner lies sich lumpen. Da fragt man sich doch: Kann so etwas noch getoppt werden? Die Antwort ist JA! Billy Cook, ein Mann, der nur den Wenigsten bekannt sein dürfte, wenn dann nur als Feature seiner Houston Homies wie Trae, bringt mit „Kiss Tha Cook“ das mit Abstand beste Werk seit Jahren.

Seine Stimme ist sehr angenehm anzuhören, Soul-Freunde sprechen von „smooth“. Lyrisch zeigt er sich Houston typisch stark und setzt auf einen Mix aus Lovesong, Club-Track und Ghetto, was doch sehr abwechslungsreich ist. Neben ihm stehen bei „Kiss Tha Cook“ auch noch Stars wie Lil‘ Flip, Chamillionaire oder Celly Cell am Mikrofon und verhelfen dieser Platte zu noch mehr Glanz. Gleich von Anfang an geht es mit höchster Qualität zu Sache. „Sugar Factory“ hat ein traumhaft melodisches Instrumental, das mit Billy Cook’s toller Stimme reingeht wie warme Butter.

Einen ersten Lovesong hätten wir mit „Ain’t Gotta Go Home“. Er wirkt alles andere als schnulzig, wie es im R’n’B ja häufig der Fall ist, sondern wirklich ehrlich und durchdacht und ist sehr angenehm anzuhören. Dass hier auch Houston’s Megastar Lil‘ Flip, T Berry und Chris Cook mit von der Partie sind, macht das Ganze noch besser. Flip ist auch bei dem Club-Track „Charge It To Tha Bar“ mit dabei, eine echte Bombe, die mit klasse Rhythmus, kraftvollen Streichern und fantastischen Vocals begeistern kann. Eine kleine Überraschung ist West Coast-Veteran Celly Cell, der als Feature für „Didn’t Call“ zur Verfügung stand.

Es handelt sich hierbei um eine etwas schnellere Ballade, die zwar emotional, aber aufgrund des Tempos nicht zu ruhig rüberkommt – einfach top! Bekanntlich sind ja aller guten Dinge drei, so auch die Anzahl vonLil‘ Flip’s Gastauftritten. Auf dem entspannten und sehr romantischen „Pillow“ rhymt er ein letztes Mal neben dem traumhaften Gesang von Billy Cook. Wunderbar chillig präsentiert sich uns Billy auf „Desperado“, ein Song, der eine sehr schöne Gitarrenmelodie und dazu ruhige Synthie-Sounds beinhaltet und so zum akustischen Erlebnis wird.

Insgesamt wohl mein Lieblingssong unter all diesen Hits. Ungewohnt hart und rockig geht es bei „Roll With A Rockstar“ (feat. Chamillionaire) zu. Dem Namen entsprechend wird hier mit einigem an E-Gitarrenriffs aufgefahren, was den Abwechslungsreichtum und die Kreativität von „Kiss Tha Cook“ noch einmal zeigt. Ganz anders, nämlich in einer Art 70ies Funk/Soul wäre „All About The Money“ (feat. Skip). Ein sehr außergewöhnlicher Song, aber wohl auch der schwächste.

Der Großteil des Rests der Lieder ist fast ausschließlich etwas ruhiger, emotionaler und melodischer gehalten, bietet einem R’n’B-Fan also genau das, was er sich wünscht. Herauszuheben wären hier wohl „She Gangsta“, „Freaky Games“ (feat. T Berry), „Shorty You So Fine“, „Special Lady“ oder der fantastische Outrosong „Lonely“ (feat. Beconnected), dessen Klavierspiel in Kombination mit dem wunderschönen Gesang einem richtig unter die Haut geht und absolute Gänsehautatmosphäre verbreitet.
„Kiss Tha Cook“ wurde ein Album voller Highlights.

Wirklich keines der 18 Lieder ist schlecht, langweilt oder enttäuscht. Solch eine Quote schaffen nur die Wenigsten. Wie ich bereits angedeutet habe, ist es für mich das beste R’n’B-Album seit Lagem und das will bei den wirklich starken 2007 und 2008 schon was heißen. Für jeden R’n’B-Fan mehr als nur zu empfehlen, fast schon eher Pflicht, auch wenn Billy Cook bisher eher nur als Geheimtipp gilt.

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