In And Out Of Love von „Cheri Dennis“

Küstler:
Cheri Dennis
Redaktions-Wertung:
Titel:
In And Out Of Love
Release:
29. Juni 2008
LeserInnen-Wertung:
Genre:
Web:
keine Angaben

cheri-dennis-in-and-out-of-love-cd-bewertungendeBereits seit 1999 arbeitet Cheri Dennis mit Bad Boy Records zusammen, das erste Mal als sie auf den Alben von Mase („Double Up“) und Puff Daddy („Forever“) auftrat. 2001 bekam sie dann auch einen Vertrag bei Diddy’s Label und durfte mit „So Complete“ auch einen Track zur „The Saga Continues…“ Compilation beisteuern. Ich war damals schon von ihrer tollen Stimme begeistert und wartete auf ein Solo-Album, doch es kam und kam nichts.

Nun 2008, wo sie schon fast in Vergessenheit geraten ist, darf sie endlich beweisen, was sie kann, denn das Debüt der mittlerweile 27 jährigen aus Cleveland, Ohio steht in den Läden. Zu hören bekommt man gewohnt qualitativ hochwertigen R’n’B aus dem Hause Bad Boy, der von den üblichen Verdächtigen um Mario Winans, Harve Pierre oder Yogi produziert wurde, aber auch Timbaland steuerte einen Beat bei.

Lead-Single „I Love You“ ist ja schon etwas länger bekannt und gleich ein echter Kracher zum Einstand. Schnelles melodisches Instrumental, das einen sofort zum mitnicken oder -wippen animiert, Cheri’s schöner Gesang und coole Raps von ihren Features Jim Jones und Yung Joc. Ähnliches gilt für „Portrait Of Love“, das allerdings noch etwas schneller ist und besonders im Refrain eine tolle Hintergrundmelodie hat. Cheri singt auch hier wieder richtig gut.

Yung Joc, der ebenfalls wieder mit dabei ist, macht auch alles richtig, selbst Gorilla Zoe, den ich eigentlich überhaupt nicht mag, liefert mit seiner tiefen Stimme überraschenderweise eine Menge Soul. Richtig Power hat „Remind You“, der meiner Meinung nach beste Song der Platte. Harter und selbstbewusster Beat, dazu ein klasse Klavierspiel und Bläser im Hook, die dem Song und Cheri ordentlich Energie verleihen, sodass das Lied sofort im Mark und Bein übergeht.

„All I Wanna Do“ wird Rap-Fans sofort irgendwie bekannt vorkommen. Das liegt daran, dass hier Samples von 2Pac’s Klassiker „Got My Mind Made Up“ verwendet und mit chilligen R’n’B-Sounds aufgefrischt wurden, was eine tollen und entspannten Midtempo-Track ergibt. Sehr elektrisch, dynamisch und Club tauglich wäre „Alright“, einer Abrechnung von Cheri mit einem Ex-Freund, die zum echten Hit wird.

Melodisch und romantisch zeigt sie sich uns auf dem eher langsamen, aber alles andere als schnulzigen „Dropping Out Of Love“, einer typischen Hitmen-Produktion mit ordentlich Groove und Soul, die mir sehr gut gefällt. Mit großer Erwartung dürften die Meisten an „Act Like You Know“ gehen, da dieser Song vom im Moment erfolgreichsten Producer, Timbaland, stammt. Um ehrlich zu sein bin ich ein bisschen enttäuscht. Sicher, er hat wieder einiges an abgefahrenen Synthie-Sounds, aber Timbaland kann deutlich mehr, was er ja bei Nelly Furtado oder Justin Timberlake gezeigt hat. So ist dies ein leider nur durchschnittlicher Track.

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