Day26 von „Day26“

Küstler:
Day26
Redaktions-Wertung:
Titel:
Day26
Release:
9. Mai 2008
LeserInnen-Wertung:
Genre:
Web:
keine Angaben

day26-day26-cd-bewertungendeDay26 sind bereits die dritte Castingband von P. Diddy. Nach den gefloppten Da Band und den Ladies von Danity Kane sind Day26 auch
gleichzeitig so etwas, wie die Nachfolger der von Bad Boy Records abgewanderten One Twelve. Ihr self-titled Album „Day26“ ist ein neuer Beleg dafür, das Bad Boy im Rap nichts mehr zu melden hat, dafür im R’n’B-Bereich eine feste Größe ist, was auch die letzten Releases des Labels um Cheri Dennis‘ „In And Out Of Love“ und Danity Kane’s „Welcome To The Dollhouse“ gezeigt haben. Neben den Hitmen produzierten auch The Runners, Soul Diggaz, Bryan Michael Cox oder Danja dieses sehr gelungene erste Album von Day26.

Den Anfang macht das schnellere „I’m The Reason“, ein erster Beleg für Diddy’s Näschen für Talente, denn die tollen Stimmen von Robert, Michael, Willie, Brian und Qwanell wissen sofort zu gefallen und machen aus „I’m The Reason“ den perfekten Song für sonnige Sommertage. „Got Me Going“ hingegen ist ein typischer Bad Boy-Song, wie wir es schon von 112 kennen. Lyrisch und emotional erinnert dieses Lied eher an einen Slow Jam, tatsächlich ist es jedoch ein mit höherem Tempo gestaltete Nummer, bei der die Gefühle jedoch nicht zu kurz kommen – einfach großartig!

Perfekt für’s Schlafzimmer wäre „In My Bed“ geeignet. Auch hier handelt es sich um einen Lovesong, der etwas temporeicher gestaltet ist, durch den schönen Gesang der fünf, vor Allem in dem wirklich fantastischen Refrain, jedoch einiges an Romantik gewinnt. Bei „Still Love“ handelt es sich auch einen Song, den man sich am Besten mit der oder dem Liebsten anhört. Man könnte nun vielleicht meinen, dass das Album etwas eintönig ist, dies ist jedoch absolut nicht der Fall, da sich die einzelnen Lieder doch deutlich von einander unterscheiden und zu gefallen wissen, auch wenn sie fast immer die selbe Thematik behandeln.

Einen etwas härteren Beat gepaart mit fantastisch klingenden Synthesizer-Elementen, die schon Fast in die Crunk-Richtung gehen, findet man auf „Come With Me“, das sich auch wunderbar für Clubs oder Partys eignet. Etwas Märchenhaft kommt „Are We In This Together“ daher, was an der sehr außergewöhnlichen, fast schon abgefahrenen Hintergrundmelodie liegt, die einen sofort in ihren Bann zieht, was durch den wieder sehr schönen Gesang von Day26 unterstützt wird. „What It Feels Like“ ist ein Slow Jam, der zunächst wirklich zu gefallen weiß, nach mehreren Malen anhören jedoch etwas von seinem Reiz verliert.

Ähnliches gilt für die Ballade „Sice You’ve Been Gone“, allerdings ist hier der Langzeitspaß deutlich höher, was wieder Day26, aber auch dem Instrumental von Bryan-Michael Cox und Adonis zu verdanken ist. Ein letzte richtiges Highlight findet man mit dem Bonus-Track „Ain’t Going“ zusammen mit den Making-The-Band-Vorgängern Danity Kane. Hierbei handelt es sich wieder um eine eher tanzbare Nummer, die vor dicken Beats und Synthie en masse nur so strotzt und einem sofort im Ohr hängen bleibt. Für ein Debüt wurde „Day26“ wirklich außerordentlich gut. Es wirkt erwachsen und emotional, ohne dabei ins Schnulzige abzudriften.

Die Produktionen sind Bad Boy typisch von höchstem Niveau und zeigt erneut, dass Diddy’s Label im R’n’B die alten Platzhirsche wie Def Soul längst verdrängt hat. In die großen Fußstapfen der Vorgänger One Twelve können Day26 damit zwar noch nicht treten, doch wie sagt man doch so schön: Übung macht den Meister.

Verwandte Artikel

  • Keine verwandten Artikel gefunden

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*

n/a