9 Lives von „Kat DeLuna“

Küstler:
Kat DeLuna
Redaktions-Wertung:
Titel:
9 Lives
Release:
20. August 2008
LeserInnen-Wertung:
Genre:
Web:
keine Angaben

kat-deluna-9-lives-cd-bewertungendeBereits vor einem Jahr rockte Kat Deluna’s erste Single „Whine Up“ die Dancefloors der Clubs, doch in Europa schenkte man weder ihr, noch dem dazugehörigen Album „9 Lives“, dessen erster Release der 7. August 2007 war, großartig Beachtung, weshalb die kleine Powerfrau aus der dominikanischen Republik nur in den USA zum Sternchen wurde. In der Zwischenzeit hat man endlich auch hier gemerkt, dass Kat‘s einmaliger Sound, der aus einem Mix aus Dancehall, R’n’B, Pop und etwas Karibikflair besteht, große Klasse und gerade für den Sommer das richtige ist und so wurde „9 Lives“ aufgrund des etwas späten Erfolges von „Whine Up“ noch einmal neu veröffentlicht, allerdings mit drei neuen Features in Form von Akon, Don Omar und Busta Rhymes und auch der Song „Be Remembered“ wurde durch „You Are Only Mine“ ersetzt.

Was an Kat besonders gefällt, ist ihre tolle Stimme, die für ihre 20 Jahre schon sehr gut ausgeprägt ist. Die wird einem auch gleich auf dem Dancehall-Feuerwerk „Run The Show“ vorgeführt. Ein richtig mitreißender Beat, der keinesfalls nach harten Machos a lá Sean Paul oder Elephant Man klingt, sondern perfekt zu einer weiblichen Schönheit wie Kat passt, dazu ihre umwerfende Stimme. Klasse! Allerdings muss man auch sagen, dass Busta Rhymes, der hier als Gast dabei ist, lange nicht so gut dazu passt wie Shaka Dee auf der ursprünglichen Version.

In verträumte karibische Gefilde begibt man sich mit dem wunderschön melodischen und sommerlich klingenden „Am I Dreaming“ (feat. Akon). Was zunächst nach einem ruhigeren Song klingt, entwickelt sich schnell zu einem tollen Popsong mit hohem Langzeitspaß. Etwas ruhiger, jedoch keinesfalls zu schnulzig, sondern mit einem angenehmen Drive und tiefen Beats kommt „Feel What I Feel“ daher. Besonders bei einem solchen Song kommt die Stimme der süßen Kat besonders zur Geltung und wird spätestens im Refrain zum wahren Genuss, was dieses Lied zum Highlight von „9 Lives“ macht.

Hitsingle „Whine Up“ hat ja mittlerweile schon über ein Jahr auf dem Buckel, ist nichts desto trotz noch frisch und bringt mit feurigen Rhythmen und Melodien die Tanzfläche zum Kochen und bietet uns mit der Kollabo von Kat mit Dancehall-King Elephant Man ein perfekt harmonierendes Duo. Die einzige wirkliche Ballade dieses Albums findet man mit „Love Me, Leave Me“. Von einem einfühlsamen Streicher-/Klavierstück begleitet, läuft Kat mit ihrer eigentlich für Opern ausgebildeter Stimme zu Höchstleistung auf, so dass es einem schon fast eiskalt den Rücken hinunterläuft – großartig!

Nach dem flotten und mit E-Gitarren bestückten „In The End“ und dem entspannten und melodischen „Love Confusion“ packt Kat DeLuna auf „Animal“ ihre wilde Seite aus, was bei einer solchen Traumfrau natürlich die Männerherzen höher schlagen lässt. Das Instrumental klingt nach einer Kombination aus Jungle-Beat, Dancehall und ein paar karibischen Klängen, hat also einiges zu bieten und wird spätestens mit dem Refrain zum echten Ohrwurm mit Hitcharakter.

Bei so viel Positivem muss auch eine kleine Kritik an „9 Live“ angebracht werden. Und diese gibt’s zu „You Are Only Mine“. Sicher, der Song ist alles andere als schlecht, doch dass dieser als Ersatz für das großartige „Be Remembered“ vom ersten Release auf das Album gepresst wurde, ist mehr als unverständlich. Nun, sei’s drum, denn wirklich schaden kann dies diesem mehr als gelungenen Debüt nicht wirklich.

Selbstbewusst und gefestigt beendet die Abrechnung mit dem Ex auf „Enjoy Saying Goodbye“ diese Album perfekt, bevor man mit den drei spanischen Versionen von „Whine Up“, „Am I Dreaming“ und „Run The Show“ noch einmal auf bereits bekannte Töne trifft.

„9 Lives“ wurde zum echten Überraschungshit, denn dass eine Newcomerin gleich so einschlägt war nicht unbedingt zu erwarten. Nicht nur der Sound, sondern auch Kat’s Stimme ist neu, frisch und einfach einmalig, weshalb die kleine Lady selbst etablierte Größen wie Beyoncé, Kelly Rowland oder Rihanna weit hinter sich lässt. Wer also nach einem fetzigen und abwechslungsreichen Album für die heißen Tage sucht, liegt mit „9 Lives“ goldrichtig.

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