Kritik | Wild And Free von „Ziggy Marley“

Küstler:
Ziggy Marley
Redaktions-Wertung:
Titel:
Wild And Free
Release:
17. Juni 2011
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Fast pünktlich mit dem 30-jährigen Todestag von Bob Marley veröffentlicht dessen Nachwuchs neue Musik. Neben Stephens neuer Platte, steht in den aktuell heißen und perfekt für Reggae geeigneten Tagen nun auch das aktuelle Werk des größeren Bruders Ziggy in den Läden. „Wild And Free“, so der Titel der LP, die selbstverständlich über das Familien-Label Tuff Gong erscheint. Ganze 12 Tracks hat diese CD im Gepäck, sicher nicht sonderlich üppig, aber bei entsprechender Qualität mehr als ausreichend.

Und einen Beleg für diese Qualität liefert uns Ziggy gleich mit dem ersten Track, „Wild And Free“, bei dem kein Geringerer als Hollywood-Komiker Woody Harrelson einen Gastauftritt hinlegt. Wie man sich bei diesem Feature fast schon denken kann, ist das komplette Lied auf gute Laune ausgelegt und groovt mit freundlichen und sommerlichen Klängen in unser Gehör. Für den ein oder anderen vielleicht etwas überraschend, dass Woody Harrelson tatsächlich ein durchaus passabler Sänger ist. Eine Spur flotter präsentiert sich „Forward To Love“, dessen funky Bass einen Rhythmus vorgibt, dem man sich einfach nicht entziehen kann. Passend dazu die schönen Lyrics, die das Ganze zum echten Highlight avancieren lassen. „It“ hingegen kommt sanfter daher, was insbesondere einem gefühlvollen Gitarrenspiel zu verdanken ist, nichts desto trotz ist auch hier ein mitreißender Vibe zu spüren. Neben Ziggy ist auch Hip Hop Altmeister Heavy D dabei und droppt zwei Verse, Backgroundsängerin Tracy Hazzard bringt gemeinsam mit dem Gastgeber im Refrain einen Touch Soul mit ein.

„Personal Revolution“ lässt am Titel schon erkennen, dass es ernster zur Sache geht, dementsprechend ruhig und schlicht ist auch das Instrumental gehalten. Neben einem tief wummernden Bass und dem üblichen Reggae-Rhythm setzt lediglich eine E-Orgel ab und zu ein, um Ziggy zu unterstützen, der es mit dieser Untermalung selbstverständlich perfekt versteht, seine Message an den Hörer zu überliefern. Mehr Power, aber auch Dramatik vereint „Get Out Of Town“ in sich, bevor es danach mit „Roads Less Traveled“ oder „Welcome To The World“ erneut den sommerlichen und karibischen Sound zu hören gibt, zu dem man sich am besten raus in die Sonne legt und das Leben genießt. Auch gegen Ende leistet sich „Wild And Free“ keinerlei Schwächen. Insbesondere das Kraft spendende „A Sign“ ist hierbei als emotionales Highlight zu nennen, aber auch die restlichen Stücke um das relaxte „Reggae In My Head“ oder das etwas rockigere „Elizabeth“ wissen vollkommen zu überzeugen.

Der Name Marley steht einfach für super Musik. Nachdem Damian ja letztes Jahr schon mit seiner Kollabo mit dem New Yorker MC Nas glänzen konnte, geht es im Sommer 2011 nicht minder gut weiter. „Wild And Free“ kombiniert gute Laune mit gefühlvollen Klängen und schön anzuhörenden Texten – eben das, was man von Ziggy auch erwartet. Zusätzlich leistet sich der Jamaikaner keine Ausfälle, sondern weiß uns mit jedem seiner Songs bestens zu unterhalten.

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