Kritik | One von „Patrice“

Küstler:
Patrice
Redaktions-Wertung:
Titel:
One
Release:
10. September 2010
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Der deutsche Reaggae-Sänger und Songwriter hat sein neues Album „One“ veröffentlicht, welches das bisher spirituellstes und facettenreichste Album seiner Karriere ist. Mit insgesamt 13 Songs beinhaltet der Longplayer „One“ eine spirituelle Reise, die teilweise durch Sehnsucht geprägt ist.

Für die Produktion von „One“ habt sich Patrice bekannte Größen gesucht. Unter anderem haben DJ Farhot (Nneka, Culcha Candela), Sly & Robbie, Bassist Pino Palladino und Tom Elmhirst (Adele, Amy Winehouse) an dem Longplayer mitgearbeitet.Das Gesamtwerk ist ebenso beeindruckend vielfältig geworden, wie die vielen Künstler selbst. Ein gelungener Mix aus vielen Musikstilen, ohne dass der Zuhörer überhaupt etwas davon mitbekommt.

„One“ ist das fünfte Album von Patrice und brilliert mit seiner kreativen Mentalität. Den Opener bildet der Titel „The Maker“. Der ergreifende Titel könnte wunderbar als Filmmusik verwendet werden. Mit „Ain’t got no (I got life)“ beschreibt Patrice ein wenig Lebensfreude, die auch abseits vom Konsum aufkommen kann. Die erste Singleauskopplung „Walking allone“ beschreibt eine bittersüße Sichtweise des Lebens. Leichte Einspielungen von Geigenkompositionen unterstützen die leichte Melancholie.

Mit „Kingfish“ kommt das coole Lebensgefühl im seichten Reaggae-Sound wieder zurück. Hier bleibt dem Zuhörer nicht verborgen, dass es sich um einen typischen Patrice-Song handelt. Genauso, wie der nachfolgende Track „New day“ gehört „Kingfish“ zu den Anspieltipps dieser CD „One“.

Spätestens bei „Ten Man Down“ dürfte niemand mehr still sitzen können. Bei „Wiggle & Rock“ ist der Titel Programm. Hier ist „wackeln“ angesagt, denn der Song rockt. Nach dem hohen Adrenalin folgen vergleichsweise ruhige Lieder, obwohl sich ein gewisser Zappeleffekt auch bei „Nobody Else’s“ und „Nothing Better“ einstellen will. „Knockin“ und „Situation“ werden hauptsächlich durch die einzigartige Stimme von Patrice getragen.

Leise Töne des Sängers werden in „Don’t cry“ angeschlagen, die durch „Visions“ ihren krönenden Abschluss zum Gesamtwerk „One“ finden. Alles in allem ist „One“ sehr abwechslungsreich. Ebenfalls ist es eher ungewöhnlich, dass ein Longplayer eine solche perfekte Stimmungskurve erzeugt, welche den Hörer durch ein abruptes Ende nicht im Regen stehen lässt.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*

n/a