Y Not! von „Ringo Starr“

Küstler:
Ringo Starr
Redaktions-Wertung:
Titel:
Y Not
Release:
26.Februar 2010
LeserInnen-Wertung:
Genre:
Web:
keine Angaben

Im Juli 1940 erblickte Ringo Starr als Richard Henry Parkin Starkey Jr. in Liverpool das Licht der Welt. Bekannt wurde er durch die legendären Beatles, welche Musikgeschichte schrieben. Nachdem sich die Band 1970 auflöste, begann er schnell seine eigene Musikkarriere. Mitunter kann man seine Longplayer und Singles kaum noch zählen, da es einfach zu viele sind.

Auf seinem neuesten Album „Y Not“ gibt es jedoch eine Besonderheit. Zum ersten Mal in seinem Leben hat Ringo Starr sein Album selbst produziert. Obwohl er bei den Beatles und auch bei seinen anderen Longplayern immer wieder Produzenten wie beispielsweise Richard Perry und Arif Mardin verpflichtete, wollte er bei „Y Not“ sein Können selbst unter Beweis stellen und ebenso das, was er in jahrelanger Arbeit in der Musikindustrie gelernt hat.

Dabei holte sich die Rocklegende Namenhafte Unterstützung ins Studio. Mit von der Partie waren die britische Sängerin Joss Stone, der amerikanische Sänger Ben Harper und der amerikanische Sänger und Songwriter Richard Marx.

Die Liste der mitwirkenden Songwriter sollte man ebenso erwähnen, waren es doch unter anderem Dave Stewart, Joe Walsh, Glen Ballard und Paul McCartney, die einige Songs beisteuerten. Und das sind noch längst nicht alle. Bei all den großen Namen könnte man eigentlich meinen, dass das Album mehr als gelungen sei.

Das ist jedoch wirklich Geschmackssache. Nicht jedem gefällt die Verbindung eines rockigen Stils mit einer leicht synthetischen Untermalung der modernen Popkultur. Sicherlich ist der Longplayer eher etwas für die älteren Zuhörer, die vielleicht mit den Beatles aufwachsen sind. Eingefleischte Fans wird es sicherlich erfreuen, dass Ringo Starr ein so musikalisch hochwertiges Album produziert hat. Musikalisch ist die Platte einwandfrei.

Leider beinhaltet „Y Not“ insgesamt nur 10 Titel. Die komplette CD spielt keine 38 Minuten. Mancher Zuhörer könnte außerdem den Eindruck erhalten, dass Starr bei der Produktion an die alte Beatles Zeit gedacht haben muss und versucht hat dies mit Komponenten der modernen Popmusik zu verbinden.

Die erste Singleauskopplung „Walk with you“ entstand in der Zusammenarbeit mit Paul McCartney und ist eines der Glanzstücke. Die langsame Ballade erzählt ein wenig über zwischenmenschliche Beziehungen und die Entwicklung von Freundschaften. Der Titel „The other side of Liverpool“ spiegelt ein wenig die biographische Geschichte von Ringo Starr wieder. Zumindest zeigt er eine düstere Seite von seiner Geburtsstadt Liverpool auf, in der Starr aufwuchs. Eine herausragende Stimme hatte Starr noch nie, daher ist es schon erstaunlich wie sehr die Sängerin Joss Stone seine Stimme mit trägt und sie komplimentiert. In dem Song „Who is your daddy“ kann man die erstaunliche Verwandlung vernehmen. Vielleicht sollte es eine Art Wiedergutmachung für den Zuhörer sein, denn der gleichnamige Track „Y Not“ wirkt doch etwas schwerfällig. In „Peace Dream“ macht sich Starr einige Zitate von John Lennon zu nutze. Die verschiedensten Einflüsse sind auf „Y Not“ zu hören. Von klassischen Rock’n’roll, Blues bis hin zum Soul ist alles vertreten. Im Endeffekt ist die Scheibe eher etwas für Fans oder eingefleischte Musikliebhaber der damaligen Beatles.

Die meisten Musikliebhaber, die sich heute noch die Orginal-CD´s und keine Downloads kaufen, tun dies aus Prinzip. Viele Anhänger werden jedoch über das sehr magere Booklet enttäuscht sein, denn es gibt nicht wirklich ein Booklet. Aber: „Y Not“ !

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*

n/a