We Are Born von „Sia“

Küstler:
Sia
Redaktions-Wertung:
Titel:
We Are Born
Release:
18. Juni 2010
LeserInnen-Wertung:
Genre:
Web:
keine Angaben

Sia Kate Isobelle Furler, oder kurz Sia, ist auf den ersten Blick eine unscheinbare, junge Frau, die mir vor ihrem Ohrwurm-Hit „Clap Your Hands“ gar nicht bekannt war. Dabei hat die Australierin bereits drei Soloalben veröffentlicht. Wenn man sich die Powerstimme der zierlichen Blondine anhört, fragt man sich, wie einem diese entgehen konnten. Bei „We Are Born“ kann das nicht passieren, denn allein das Cover ist auffällig. Knallig bunt und verspielt, genau wie Sias Musik.

13 Titel umfasst „We Are Born“ und alle laden zum Unbeschwert-Sein ein, zum Entspannen und Zurücklehnen. Eröffnet wird das Album mit „The Fight“ und einem Kinderchor. Eigentlich der Titelsong, zumindest wenn es nach dem Text geht. Die Nummer ist poppig-leicht und perfekt für Sias Stimme. Es folgt „Clap Your Hands“, eine absolute Gute-Laune-Nummer, bei der man sich im Nachhinein des Öfteren beim Summen erwischt und die einfach nicht mehr aus dem Kopf will. Track 3 beginnt haargenau wie „Fascination“ von Alphabeat, heißt dann aber doch „Stop Trying“. Die Füße wippen praktisch automatisch mit, der Song geht schon beim ersten Hören ins Ohr.

„You`ve Changed“ schafft das leider nicht ganz, denn der Refrain fällt etwas zu flach aus. Ruhiger wird es dann auch bei „Be Good To Me“ auf Platz 5. Hier erinnert Sia an eine Mischung aus Amy Winehouse, Duffy und jeder Menge Power, macht die Single mit ihrer markanten Stimme aber zu einem „Hinhörer“. Ebenso bei Nr. 6. Die trägt den Titel „Bringt Night“ und ist purer Wohlfühl-Pop zum Mitklatschen. „Hurting Me Now“ steht dem in nichts nach und obwohl der Text alles andere als positiv ist, klingt die Musik, als würde Sia mal eben über ihre Balkonpflanzen oder Waschmittel singen. Song Nr. 8, „Never Gonna Leave“, knüpft direkt daran an, klingt dadurch aber nahezu identisch.

Erst mit „Cloud“ kommt wieder etwas Veränderung ins Spiel. Hier steht mal nicht die Melodie im Vordergrund, sondern einzig und allein Sias Stimme. Auch „I`m In Here“ fährt diese Schiene, wobei der Track stark an Norah Jones erinnert. Das muss aber nichts Schlechtes sein, denn die New Yorkerin ist schließlich mehrfache Grammy-Preisträgerin. Der Song ist auf jeden Fall einer der Stärksten auf dem Album und neben „Clap Your Hands“ Anspieltipp!

„The Co Dependent“ an elfter Stelle wirkt dagegen etwas blass, ist aber dennoch eine seichte und nette Pop-Single. Der vorletzte Track ,„Big Girl Little Girl“, kann da leider nicht mithalten. Erst zum Schluss entfaltet die Nummer ihr Potential und damit etwas zu spät. „Oh Father“, der letzte Titel, beginnt dafür interessant mit mehreren Tempowechseln und hält das auch durch. Ein würdiger Abschluss für ein tolles Album, bei dem man am liebsten in einer Hängematte Schäfchenwolken zählen möchte.

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