The Alesha Show von „Alesha Dixon“

Küstler:
Alesha Dixon
Redaktions-Wertung:
Titel:
The Alesha Show
Release:
29. Mai 2009
LeserInnen-Wertung:
Genre:
Web:
keine Angaben

alesha-dixon-the-alesha-show-cd-bewertungen-deWer erinnert sich nicht noch an den Hit „One Night Stand“ der Girl Group Mis-Teeq? Mittlerweile gehen die Ladies getrennte Wege, musikalisch ist nur noch etwas von Alesha Dixon zu vernehmen. Mit „The Alesha Show“ darf die attraktive Lady aus Welwyn Garden City nun endlich weltweit ein Album releasen, nachdem es der Vorgänger „Fired Up“ nur in Japan auf den Markt geschafft hat. Im Gegensatz zu ihrer Vergangenheit bei Mis-Teeq wurde hier kein R’n’B produziert, sondern leicht bekömmlicher Brit Pop, der besonders bei der Damenwelt auf großen Anklang stoßen dürfte.

Legt man die CD in den Player, so bekommt man zunächst ein recht kurzes und auch eher belangloses Intro geboten, danach legt die mittlerweile 30-jährige mit „Let’s Get Excited“ los wie die Feuerwehr. Der Name des Titels lässt es schon erahnen, hier handelt es sich um eine Uptempo-Nummer, die sich gewaschen hat. Tanzbare Rhythmen und ein heißer Gitarrensound finden sofort ihren Weg in die Gehörmuschel und auch Alesha zeigt sich als gute Entertainerin, allerdings wird auch sehr deutlich, dass ihre Stimme nicht gerade mit viel Volumen ausgestattet ist, was später noch von Nachteil sein wird. Unter anderem ist dies bei „Breathe Slow“ der Fall. Generell wirkt dieser ruhige und gefühlvolle Track recht gelungen, auch wenn er nichts wirklich neu erfindet. Problem ist hier, dass Alesha es nicht schafft, die Emotion an den Mann bzw. die Frau zu bringen, sodass einen die Nummer doch recht kalt lässt und keinen bleibenden Eindruck hinterlässt.

Die Single „The Boy Does Nothing“ kam ja sehr gut an und dies auch völlig zurecht. Quasi als eine der ersten orientierte sich Alesha an der Musikrichtung Nu Mambo, was wohl ein Grund des Erfolges ist, denn diese exotischen Klänge und Rhythmen sorgen einfach für gute Laune und lassen keinen kalt, noch dazu die amüsanten Texte, in denen sich Alesha über die Faulheit ihres Freundes beschwert – so werden Hits geschmiedet! Nach einer kurzen Verschnaufpause mit „Chasing Ghosts“ geht es gleich richtig fetzig weiter, nämlich mit „Play Me“. Ein wunderbarer Mix aus Schlagzeug, das das Ganze ordentlich anpeitscht, Piano und Streichern, alles in einer unglaublich hohen Geschwindigkeit, bietet die Basis zu einem echten Dancefloor Filler, da geht Alesha zwar etwas unter, doch sie schafft gerade gegen Ende mit ihrer Wortgewandtheit zu überzeugen. Leider kommen im Gegensatz zu solchen Knallern die etwas ruhigeren und gefühlvolleren Stücke wie „Hand It Over“ oder „Do You Know The Way It Feels“ eher einfallslos daher, auch wenn man ihnen zugestehen muss, dass es keiner Betätigung der Skip-Taste bedarf.

Ein Song, bei dem das Vermitteln der Emotionen jedoch wunderbar funktioniert, findet man mit „Can I Begin“. Hier haben die Produzenten ganze Arbeit geleistet, denn die Violinen-/Akustikgitarrenkombination verfehlt ihre Wirkung nicht, sondern ist wirklich schön, da macht es auch nichts aus, dass Ms. Dixon nicht die größte Sängerin ist. Auch die erotische Seite kommt nicht all zu kurz. So haucht uns die Engländerin bei „Italians Do It Better“ in die Ohren, welche Liebhaberqualitäten die Südländer haben, dies über einen Chill-Out-Groove, der jede Alltagstätigkeit vereinfacht. Gegen Ende wäre noch die letzte Tonspur erwähnenswert. Das zunächst abgespielte „I’m Thru“ hat die Eigenschaft wie so einige andere Songs der „Alesha Show“, ganz nett, aber nichts Weltbewegendes. Wenn man sich danach noch eine gefühlte Minute der Stille hingibt, erwartet einen der Hidden Bonus Track „Mystery“, der in die Kategorie des gute-Laune-Pop gehört und das Album angemessen ausklingen lässt.

Mit „The Alesha Show“ reißt Alesha Dixon keine Bäume aus, macht aber auch nichts großartig falsch. Kein Song muss geskippt werden, dafür fehlt es manchmal an zündenden Ideen, die mehrere Hits möglich gemacht hätten, insgesamt bleibt aber ein positiver Eindruck. Wer Gefallen an der Single „The Boy Does Nothing“ gefunden hat, dem dürfte auch der Rest der Platte liegen, genau wie denen, die auf unbekümmerten Pop stehen und die nach einer kurzweiligen CD suchen, die man gerne mal bei Autofahrten oder Hausarbeit in den Player schmeißt.

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