Soldier of Love von „Sade“

Küstler:
Sade
Redaktions-Wertung:
Titel:
Soldier of Love
Release:
5. Februar 2010
LeserInnen-Wertung:
Genre:
Web:
keine Angaben

Zehn Jahre nach dem letzten Studio Album hat die Band Sade mit gewohnten bedächtigen Klängen und der samtigen Stimme der Sängerin Sade Adu das neue Album „Soldier of love“ veröffentlicht. Obwohl die gebürtige Nigerianerin eine einzigartige und unverkennbare Stimme hat, könnte man im Bezug zu den bisherigen Veröffentlichungen behaupten, dass Sade zwar ihrem Stil treu geblieben sind, sich aber nicht weiterentwickelt haben. Die Songs stammen wie üblich aus der eigenen Feder der Bandmitglieder Stuart Matthewman, Paul Spencer Denman und Andrew Hale. Relativ unspektakulär erscheint der gleichnamige Titelsong, obwohl Fans diesen Umstand mit absoluter Sicherheit abstreiten werden. Der Marschrythmus irritiert den Zuhörer, ist aber auf Grund des Titelnamens durchaus nachvollziehbar.

Der Longplayer eignet sich wunderbar für einen entspannten Abend mit Freunden oder als Begleitmusik in einer Lounge, hitverdächtig ist er nicht. Nach zehn Jahren hätte man mehr erwarten können. Vielleicht hat man nur die Erwartung zu hoch angesetzt. An die alten Erfolge wird man mit dem Album nicht anknüpfen können. Mit insgesamt zehn Musikstücken ist „Soldier of love“ etwas kurz geraten. Dem Hörer überkommt das Gefühl, der Longplayer wäre noch nicht am Ende. Im Gegensatz zu Vinyl Platten haben CD’s bedauerlicher Weise keine zweite Seite.

Festzuhalten bleibt allerdings, dass die musikalische Umsetzung und Ausarbeitung der Songs auf ganzer Linie überzeugt. Leichte akustische Gitarrenklänge gepaart mit Klavier- und Streicherpassagen finden sich immer wieder in den Songs. Die für Sade typischen Soul-Elemente hat man auch diesmal nicht vergessen. Der Song „Babyfather“ brilliert durch seinen leichten Reggae-Sound und hebt sich ein wenig vom Gesamtwerk ab. Hauptsächlich findet der Zuhörer anspruchsvolle, zumeist langweilige Bluesballaden. Beim Song „Safest place“ wurde fast gänzlich auf eine instrumentale Begleitung verzichtet, wodurch die samtweiche Stimme von Sade Adu besonders gut zur Geltung kommt. Ein herausragendes Comeback sieht leider anders aus, obwohl man die Arbeit am neuen Longplayer nicht schmälern sollte.

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