Ladylike von „Monrose“

Küstler:
Monrose
Redaktions-Wertung:
Titel:
Ladylike
Release:
11. Juni 2010
LeserInnen-Wertung:
Genre:
Web:
keine Angaben

Vier Jahre ist es her, dass die Popstars-Jury um Detlef „Dee“ Soost die Casting-Teilnehmerinnen Mandy, Senna und Bahar als Gewinner der fünften Staffel und damit als offizielle Nachfolgerinnen der No Angels bekannt gegeben hat. Seitdem haben Monrose eine steile Karriere hingelegt. Und auch wenn das Trio oft schlechtgeredet wurde – es hat sich gehalten und landet mit dem vierten Album „Ladylike“ jetzt einen echten Volltreffer. Die Platte geht stark in Richtung Electro, wie auch schon „I Am“ (2008), und hat so gar nichts mehr mit dem Erstling „Temptation“ gemein. Mit einer Ausnahme: Die Stimmen sind stark, wenn nicht sogar noch intensiver geworden; der Gesang ist weniger verfremdet.

Wie schon im vergangenen Jahr waren Monrose auch beim diesjährigen Finale von Germanys Next Topmodel zu sehen und haben ihre neue Single „Like A Lady“ performt. Ein Ohrwurm, der, wie 2009 schon „Hot Summer“, die Charts aufrollen dürfte. Das Album startet allerdings mit einem anderen Opener. „This Is Me“ ist tanzbarer Electro-Pop, der sofort ins Ohr geht und besonders die kraftvolle Stimme von Mandy hervorhebt, die auf den vorhergehenden Alben immer etwas abgeschwächt wurde. Es folgen „Superstar DJ“, ebenfalls eine Electro-Nummer, und schließlich „Like A Lady“. Alle drei Songs sind Chart-Kandidaten, weil eingängig und temporeich. „Don`t Take It Personal“, Nr. 4, ist dann die erste ruhigere Nummer, die aber auch elektronische Elemente aufweist. Ebenso „Doing Fine“. Der Song kann allerdings nicht ganz überzeugen und ist einer der Schwächsten auf dem Album.

Weiter geht es mit „Definition Of A Woman“, wo alle drei Mädels ihre Stimmen unter Beweis stellen können. Eine lockere Nummer, die aber irgendwie vor sich hin plänkelt. Mit „Love Must Carry On“ wird es dann wieder ruhiger. Der Song erinnert an „Even Heaven Cries“ und „Love Don`t Come Easy“ vom ersten Album der Band. An achter Stelle folgt „Breathe You In“. Leicht wie Zuckerwatte, aber ebenso schnell vergessen. „All Or Nothing“, eine poppige Latin-Nummer, ist da schon etwas eingängiger, kann sich wie „No No No“ aber nicht wirklich abheben. Erst die beiden letzten Tracks sind dann wieder richtige Ohrwürmer. Bei „Catwalk V-O-G-U-E“ wird man im Refrain zwar das Gefühl nicht los, Modern Talking hätten ihre Finger im Spiel gehabt, aber die Nummer ist trotzdem sommertauglich. „Mono“ ist dann, wie auch „This Is Me“ noch mal ein richtiger Kracher. Überhaupt überzeugen auf „Ladylike“ die Electro-Songs und weisen eine deutliche Richtung für das sicher bald fünfte Album der Mädels auf.

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