Kritik | Zweimal bis Unendlich von „Alexander Knappe“

Küstler:
Alexander Knappe
Redaktions-Wertung:
Titel:
Zweimal bis Unendlich
Release:
10. August 2012
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Alexander Knappe – ein Gesicht, das eifrigen Vox-Zuschauern sicher geläufig ist. Der 27-Jährige war schließlich bei der ersten Staffel von „X-Factor“ dabei, hinterließ hier aber nicht so ganz den Eindruck, den er sich selbst wohl vorgestellt hatte. Zu „verdanken“ hatte er das einer dummen Fehlentscheidung, denn als ihn parallel zum TV-Casting eine große Plattenfirma als Teil eines Show-Projekts gewinnen wollte, täuschte er bei „X-Factor“ einen Kreuzbandriss vor, um versöhnlich aussteigen zu können. Dumm nur, dass seine Lüge aufflog und er die Sendung danach verlassen musste.

Das waren Steine, die er sich möglicherweise selbst in den Weg gelegt hat, doch von diesen hat er sich nicht abbringen lassen. Es dauerte nicht lange, da riefen die ersten Plattenfirmen und Produzenten an, selbst bei „X-Factor“ wollte man den talentierten jungen Mann wieder zurück haben. Kein Wunder, denn stimmlich hatte Alexander in den ersten Folgen der Casting-Show absolut überzeugt. Nachvollziehbar, dass er bereits während der Schulzeit für seine Klassenkameraden Songs von Usher und Xavier zum Besten gegeben hat.

Xavier Naidoo – dieser Name ist es auch, der einem als ersten in den Kopf schießt, wenn man den Tönen von „Zweimal bis Unendlich“ – dem Debütalbum von Alexander Knappe – hört. Deutscher Pop mit einer gehörigen Portion Soul, irgendwo zwischen dem Kopf der Söhne Mannheims, Philipp Poisel und Tim Bendzko. So könnte man Alexander wohl am besten einordnen. Aber: „Ich habe mich verändert, als Mensch und als Musiker. Heute will ich nicht mehr nur Musiker sein, heute kann ich Musiker sein. Ich will auf der Bühne stehen und zeigen wer ich bin, weil ich inzwischen weiß, wer ich bin“, so Alexander Knappe. Er will nicht der neue Xavier sein, nicht der neue Poisel, er will er sein. Und das, seit er mit 19 zum ersten Mal in einem Aufnahmestudio war und Auftritte in der ARD und beim MDR hatte.

Seinen Mut und seinen Kampfgeist verdankt er auch seiner sportlichen Natur. Deshalb dachte er nie ans Aufgeben, auch, wenn seine Projekte nicht wie geplant verliefen, sondern vielmehr ans Umdenken. Jetzt, anderthalb Jahre später, ist vieles anders geworden. „Zweimal bis Unendlich“ enthält zwölf Songs voller mitreißender Spielfreude, vielen Emotionen und Gedanken. Alexander besingt das, was ihn beschäftigt, drückt Gefühle wie in einem Vier-Augen-Gespräch aus. Es ist kein Comeback eines Gestrandeten, es ist das Debüt eines Wachsamen. Es beschreibt Momente, skizziert Situationen und ebnet Alexander den Weg für eine sehr interessante Karriere. Wir sind gespannt, wohin ihn sein Mut noch führt.

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