Kritik | Zeichen von „Down Below“

Küstler:
Down Below
Redaktions-Wertung:
Titel:
Zeichen
Release:
10. Februar 2012
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Wenn Down Below mit ihrem dritten Album „Zeichen“ neue Wege gehen, dann fühlt sich das in etwa so an, als würde man ein vollkommen neues Kapitel aufschlagen. Vieles aus den letzten Jahren ging über Bord und weicht einer erwachsenen, klaren Linie, die Nähe sucht: Näher dran, an den echten Geschichten, dem Dreck und der Wahrheit des Alltäglichen, näher dran am eigenen Geschmack und vor allem ganz nah dran an sich selbst. Down Below können auch anders und das beweisen sie jetzt.

Sie verzichten auf Verkleidungen, weniger ist heute mehr. Sie wollen mit ihren neuen Songs vielmehr auf auf das Leben der anderen zeigen und nicht nur Autobiographisches präsentieren. Sänger Neo Scope sieht sich in der Pflicht, den Fans Positives anzubieten, statt Songs und Hörer als Therapie zu benutzen. Für sich selbst hat er dennoch den Begriff des „Melancholerikers“ geprägt. „Mal bin ich der romantische Weintrinker, dann wieder laut und prollig. Vor allem aber halte ich an meiner Tradition fest alles anders zu machen, als man es so tut“, so der  Dessauer.

Eigentlich waren schon 25 Songs für das neue Album fertig, bis Neo plötzlich klar geworden ist, dass sie nicht das Richtige waren. Gemeinsam mit Fabian Lang hat er sich deshalb hingesetzt und Titel wie „Unser Schiff“ geschrieben. „Zeichen“ die neue musikalische Richtung der Band. Die leisen Töne und zwischenmenschlichen Details, die den Zauber des sehr harmonischen Albums ausmachen. Die erste Single „Du und ich“, die bereits am 27.01. veröffentlicht wurde, erzählt von Freundschaft, die keine Akzeptanz findet, von Zusammenhalt, dem „Bonnie und Clyde“-Gefühl. „Momente unseres Lebens“ dagegen von Träumen der Kindheit, die noch verwirklicht werden möchten.

Neo selbst sagt über das dritte Album der Band: „Zeichen“ ist persönlich, zu persönlich um gleichgültig zu sein, zu ehrlich, um nicht verletzlich zu machen. „Man versteht schon ziemlich genau, um was es geht, denn ich bin sehr direkt geworden in meinen Texten. Trotzdem ist da noch genug Spielraum für die eigene Situation von dem, der das Album hört.“

Auch wenn niemand weiß, was die Zukunft bereit hält, sind Down Below ihrem großen Ziel – ein Zeichen zu setzen, wie im Titelstück – ein großes Stück näher gekommen!

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