Kritik | You I Wind Land And See von „Justin Nozuka“

Küstler:
Justin Nozuka
Redaktions-Wertung:
Titel:
You I Wind Land And See
Release:
25. Juni 2010
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Manchmal ist es schon merkwürdig. Da ist jemand in einigen Ländern schon längst ein Superstar, hat zwei erfolgreiche Alben veröffentlicht, und hierzulande wird man erst jetzt auf ihn aufmerksam. Und zwar durch Roman Lob, der momentan bei „Unser Star für Baku“ um die Gunst des Publikums kämpft. In der Show vom 12.01. hat der Industriemechaniker „After Tonight“ von Justin Nozuka performt und tada – der Track ist letzte Woche in die Media Control Single Charts auf #51 eingestiegen und hat praktisch beiden Künstlern zu Aufschwung verholfen.

Allerdings ist der in New York geborene Justin Nozuka schon etwas länger im Geschäft. Als Sohn eines Japaners und einer Amerikanerin hat er schon im zarten Alter von 12 mit dem Songschreiben begonnen und dies eifrig verfolgt. Zwei seiner Stücke,  „Supposed to Grow Old“ and „I’m in Peace, waren wenige Jahre später auf seinem ersten Album „Holly“ zu finden, das 2007 veröffentlicht wurde. Darauf enthalten war auch der bereits angesprochene Song „After Tonight“, der in Amerika für eine Werbung sowie für eine Serie auf mtvU verwendet wurde.

Es folgten Tourneen und zahlreiche TV-Auftritte, bis Justin mit der Arbeit an seinem zweiten Album begann. „You I Wind Land And See“, um das es hier heute gehen soll, ist 2010 erschienen, allerdings so ansprechend, das es locker mit aktuellen Veröffentlichungen mithalten kann. Die CD enthält 14 Titel und orientiert sich stilistisch ebenfalls an den Genres Blues und Folk, aber auch Pop und Soul. Erneut beweist der 23-Jährige Singer/Songwriter eine enorme Bandbreite und schafft es, sich jeden Song scheinbar mühelos zu eigen zu machen. Die erste Auskopplung „Heartless“ dürfte einigen eventuell auch bereits bekannt sein, sie lief bei verschiedenen Radiostationen. Dennoch, so richtig wahrgenommen hat man den talentierten jungen Mann hier in Deutschland bislang nicht. Er war ein Geheimtipp, ein mit Awards überhäufter.

Höchste Zeit, das zu ändern! Auch wenn „Holly“ und „You I Wind Land And See“ bereits knapp fünf bzw. zwei Jahre auf dem Buckel haben, sind sie zeitlose Arbeiten, die mit ihrem lockeren und zwanglosen Sound zum Relaxen und Träumen verleiten. Das Timbre von Justins Stimme ist äußert angenehm und harmoniert hervorragend mit den sanften Klängen von Gitarre oder Streichern. Und: kein Songs gleicht dem anderen, auch, wenn man das beim ersten Hören und Durchswitchen vielleicht vermutet. „You I Wind Land And See“ stellt eine interessante Weiterentwicklung dar, die nochmals deutlich macht, warum Justin Nozuka im Ausland derart „gehypt“ wird.

In letzter Zeit hat der amerikanisch-kanadische Sänger zwar vor allem mit diversen Kollaborationen auf sich aufmerksam gemacht, unter anderem mit The Slakadeliqs und dem Song „Keep Breathing“, es folgt aber hoffentlich ganz bald ein drittes Album. Und das werden wir dann auf gar keinen Fall verpassen!

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