Kritik | Wie schön wir waren von „William Wahl“

Küstler:
William Wahl
Redaktions-Wertung:
Titel:
Wie schön wir waren
Release:
17. Februar 2012
LeserInnen-Wertung:
Genre:
Pop,

„Lass es schneien.“ Mit dieser Aufforderung eröffnet William Wahl sein Soloalbum „Wie schön wir waren“ . Wer immer auch für das Wetter verantwortlich ist, er hat ihm seinen Wunsch erfüllt. Und nicht nur das: Der Song hat es zum Soundtrack der ARD-Weihnachtskampagne im vergangenen Jahr geschafft und dürfte dadurch dem einen oder anderen bereits bekannt sein. Die perfekte Einstimmung auf die 13 Titel, die auf dem Longplayer entdeckt werden wollen und teilweise nur vom Klavier begleitet werden.

William Wahl ist nämlich nicht nur Sänger. Er hat eine klassische Ausbildung und ist auch ein wunderbarer Pianist. Für „Wie schön wir waren“ hat er sich zwei Jahre Zeit gelassen, im Studio des Produzenten ekimas. Unerfahren ist er aber keinesfalls. Bereits 2000 hat er die a-cappella-Formation basta gegründet, mit der er bis jetzt sechs Alben aufgenommen hat. 2012 wagt er sich nun erstmals allein auf die Bühne und lässt den Zuhörer gleichzeitig in seine eigene Welt eintauchen.

Es sind sanfte, zerbrechliche Nummern, in denen William von den Jahreszeiten oder der Liebe und Frauen singt. Gitarre, Orgel, Cello, Violine oder Glockenspiel sorgen für den richtigen musikalischen Rahmen, lassen die Musik mal schwermütig, mal locker und poppig leuchten. Wenn die ersten Takte des Titelsongs „Wie schön wir wahren“ erklingen, glaubt man fast gleich „Stimmen im Wind“ von Juliane Werding zu hören. So ähnlich sind sich Melodie und Aufbau. William zeigt aber nur wenige Songs später, dass er nicht nur den weichen Sound gut draufhat. „Solange Licht ist“ ist deutlich rockiger und zählt mit „Ich entschuldige mich“ zu den lauteren Nummern auf „Wie schön wir waren“. Die Spanne ist weit. So wie die Songs unterschiedlich sind.

William Wahl ist ein kleiner Träumer. Anrührend und persönlich präsentiert er sich auf seinem Solowerk. Ein bisschen Zucker für die Ohren, jede Menge Poesie für einsame Stunden. Die Jungs von Basta haben schon angekündigt, sich „Wie schön wir waren“ auf jeden Fall kaufen zu wollen. Wer es ihnen gleichtun will, hat seit gestern die Möglichkeit dazu!

Subscribe to Comments RSS Feed in this post

1 Kommentar

  1. den einzigen vorwurf den ich dieser wunderbaren cd machen kann: lass es schneien ist zu kurz !! kathrin

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*

n/a