Kritik | Who You Are von „Jessie J“

Küstler:
Jessie J
Redaktions-Wertung:
Titel:
Who You Are
Release:
20. Mai 2011
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Es gibt manchmal Acts, die werden maßlos überhypt, sodass die Erwartungen an das Erstlingswerk schier ins Unermessliche steigen und die Enttäuschung fast schon vorprogrammiert ist. Und es gibt Jessie J, die einfach mal jeden Radiokanal im Sturm erobert hat und einen Award nach dem Anderen einheimst. Dabei war die Britin, die bereits mit elf Jahren auf der Bühne stand, in den vergangenen Jahren vor allem als Songwriterin aktiv. Justin Timberlake, Christina Aguilera und Alicia Keys waren nur einige von den Künstlern, für die sie ihre lyrische Ader auslebte.

2011 soll nun aber ihr Jahr sein. Nach der Single „Price Tag“ mit B.o.B. ist im Februar in ihrer Heimat Großbritannien ihr Debütalbum „Who You Are“ erschienen und hat direkt Platz 2 der Charts eingenommen. Mittlerweile wurde es auch schon mit Platin ausgezeichnet, weshalb die Scheibe natürlich auch an deutschen Ohren nicht ungehört vorbeigehen kann. Wüsste man nicht, wie Jessie J aussieht, würde man fast vermuten, dass diese Platten von einer Künstlerin vom Format einer Mary J. Blige oder Estelle stammt. Sie klingt nämlich, wenn man das so sagen darf, ganz und gar nicht „weiß“. Optisch erinnert Jessie an eine sehr, sehr schlanke Beth Ditto. Ein wenig vielleicht auch an die „Böse Mädchen-Phase“ von Lily Allen. Stimmlich kann sie es wohl aber mit jeder der großen R&B-Diven aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten aufnehmen. Will Jessie J aber gar nicht, denn sie macht ihr ganz eigenes Ding. Ihr Look ist deshalb nicht wichtig.

Das Mädchen aus Redbridge hat ein Organ und ein Talent, dem man sich nicht entziehen kann. 13 Titel enthält ihr erstes Album, wobei der bereits erwähnte Song „Price Tag“ den Opener und damit den perfekten Einstieg bildet. Jessie performt Ghetto-Pop mit dem entsprechenden Humor, kokettiert mit dem Image, das ihr die Medien aufdrücken. Denn eigentlich ist die 23-Jährige ganz anders, als alle denken. So hatte sie vor fünf Jahren beispielsweise einen leichten Herzanfall. Und das, obwohl sie weder trinkt noch raucht. Sie kann nicht einmal an Koffein ran. „Wenn ich im Studio stehe, denke ich manchmal, dass ich keinen Therapeuten brauche, sondern ganz einfach nur einen tollen Song schreiben muss“, so Jessie.

Es scheint, als hätte sie auf „Who You Are“ genau die richtige Dosis gefunden. Nahezu jeder der 13 Titel ist ein Ohrwurm und gestaltet ein Album, das an Facettenreichtum kaum zu übertreffen ist. Jessies Droge ist ganz klar die Musik und zum Glück kann ihr die niemand verbieten.

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2 Kommentare

  1. Ich haße Jessie j so sehr die ist ja herzkrank,ich finde die kann nicht singen.
    außerdem alles was sie nicht macht aber die fans ist sie nur entsetzt!
    Die ist bescheuert!
    Mit freundlichen Gruß natalie groll!(auser Jessie j)

  2. Man kann seine Meinung doch ändern denn jessie j ist jetzt meine absolute lieblingssängerin! 😀

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