Kritik | Welcome 2 My Nightmare von „Alice Cooper“

Küstler:
Alice Cooper
Redaktions-Wertung:
Titel:
Welcome 2 My Nightmare
Release:
16. September 2011
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Nicht täuschen lassen: “Welcome 2 My Nightmare” ist eigentlich kein wirklich neuer Titel für ein Alice-Cooper-Album. Wäre da nicht die kleine “2” auf dem Cover. Die macht aus dem ersten Solo-Werk von 1975 nämlich mal eben eine Fortsetzung bzw. Weiterführung im Jahr 2011 und wartet mit jeder Menge musikalischer Partner und Kollaborationen auf. „Das ist meine Rebellion“, sagt der Meister selbst dazu und präsentiert sich eindrucksvoll vielseitig.

Die Idee zu dem Sequel kam ihm während eines Gesprächs mit Produzent Bob Ezrin, anlässlich des 30. Jubiläums von „Welcome To My Nightmare“. Der Vorschlag einer Neuauflage gefiel Alice Cooper so sehr, dass er frühere Mitglieder seiner Band rekrutierte (u.a. Michael Bruce, John 5 und Wendy Moten). Das Konzept? „Ein weiterer Albtraum, aber ein noch viel schlimmerer als der Letzte“, so Cooper. Mit dem Songschreiben hat er im Sommer 2010 begonnen, im Juli hatte er bereits drei Stücke komplett fertig. Im Oktober waren es, dank Ezrin, schon 13. Es waren aber auch weitere Co-Autoren tätig. Darunter Keith Nelson, Desmond Child und Ke$ha, die auch beim Titel „What Baby Wants“ zu hören ist.

Eingeleitet wird die 15 Titel starke Tracklist aber mit dem Opener „I Am Made Of You“. Einer unheimlich starken Rock-Ballade, die einen sanften, aber sehr eingängigen Einstieg schafft und angesichts von härteren Folgenummern wie „Caffeine“ und „The Nightmare Returns“ fast schon wie eine Traumsequenz wirkt.

Was Cooper bei seinem Sequel hervorragend gelingt, ist die Vielfalt, die geboten wird. Punk, Pop, Rock, Disco/Dance, ja sogar ein Hauch Country sind zu hören. Und das in einer äußerst charmanten Mixtur. So erwarten den Zuhörer kraftvolle Nummern wie „I‘ll Bite Your Face Off“ und „We Gotta Get Out Of This Place“, aber auch ruhige Songs à la „I Am Made Of You“ oder „The Underture“. Plus das überraschende Duett mit Ke$sha, das wirklich gut funktioniert. Und das Ganze in einem Sound, der beabsichtigt an den der 70er Jahre und damit an das erste Solo-Album von Alice Cooper angelehnt ist.

Man kann sich letztlich gar nicht recht entscheiden, ob die Stärken von „Welcome 2 My Nightmare“ in den rockigen oder in den sanften Nummern liegen. Klar ist aber, dass die Zusammenstellung stimmt und wirklich für jeden etwas dabei sein dürfte. Wer mit Trash Disco nichts anfangen kann, darf bei den guten alten Rocknummern bleiben. Alice Cooper’s persönlicher Lieblingssong ist übrigens „Something To Remember Me By“. Wir können das absolut verstehen.

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1 Kommentar

  1. Also ich nach vielen enttäuschenden Rock-Alben diverser Band im Laufe des Jahres 2011 bin ich mit sehr niedigen Ansprüchen an das neue Album von Alice Cooper gegangen. Aber seit dem ersten durchhören strahle ich nur noch. Nicht nur die Ohrwurm-Mega-Ballade „I was made for you“ begeistert. Nein, die Mischung ist perfekt und zeigt, was der Altmeister alles drauf hat. Er ist live ein Erlebnis und dieses Album ist einfach megastark. Danke für die schlaflosen Nächte!

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