Kritik | Unorthodox Jukebox von „Bruno Mars“

Küstler:
Bruno Mars
Redaktions-Wertung:
Titel:
Unorthodox Jukebox
Release:
07. Dezember 2012
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Es ist im positiven Sinne nahezu beängstigend, wie gut sich Bruno Mars bereits bei seinem zweiten Album zeigt. Nach den Erfolgen der Songs aus seinem Debütalbum “Doo-Wops & Hooligans“ wie “Grenade“ oder “Just the Way You Are“ legt er mit “Unortodox Jukebox“ direkt ein fast noch besseres Album nach. Bruno Mars ist auf dem besten Weg, einer der dominierenden Künstler der nächsten Jahrzehnte zu werden. In manchen Parts erinnert er mich sogar an den legendären Michael Jackson. Besonders auffällig ist das bei “Treasure“. Dieser Song könnte wirklich in einer Jukebox Ende der 1970er oder Anfang der 1980er Jahre gesteckt haben.

Doch der Reihe nach. Der Auftaktsong “Young Girls“ ist eine emotionale Bombe und bügelt den Zuhörer direkt weg. Mit dieser sehnsuchtsvollen Intensität und dem eingängigen Refrain ist “Young Girls“ ein megaheißer Kandidat für den nächsten Nummer 1 Hit von Bruno Mars. Dieses Format hat die erste Singleauskopplung “Locked Out Of Heaven“ als weltweiter Top Ten Hit längst bewiesen. Nach der etwas langsameren Nummer “Gorilla“, die ich als den einzig schwachen Titel des Albums bezeichnen möchte, folgt der schon erwähnte Song “Treasure“. In dem Song steckt sehr viel Disco und damit ist er sowohl retro als auch zeitlos modern. Auch “Moonshine“ mit seinen vielen Synthesizern ist eine kleine Zeitreise zurück in die 1980er Jahre. Speziell die Fans der alten Miami Vice Serie könnten hier nostalgische Gefühle bekommen. Nach “Talking To The Moon“ aus dem ersten Album bereits der zweite Titel, bei dem er sich mit dem Mond beschäftigt.

Eine ganz ruhige Pianonummer ist dann “When I Was Your Man“. Hier entfaltet sich die Stimme von Bruno Mars zu ihrer vollen Wucht. “Natalie“ ist dann wieder das komplette Gegenteil. Der Song ist laut, fast ein bisschen wütend und besitzt einige charakteristische Echo-Elemente. Danach entführt uns Bruno Mars in die Karibik und präsentiert mit “Show Me“ einen Reggae-Hit der Extraklasse. Er nimmt dabei klassische Elemente wie das “No,No“ in seinen Text auf und mischt sie perfekt in seinen Stil ein. Es wird wieder laut und aggressiv bei “Money Makes Her Smile“. Die letzten zwei Songs hätte er von der Reihenfolge besser gedreht. Denn “Money Makes Her Smile“ hätte inhaltlich besser zu “Natalie“ gepasst. Zum Abschluss des leider zu kurzen Albums singt Bruno Mars uns noch die Ballade “If I Knew“.

Insgesamt ist “Unorthodox Jukebox“ ein tolles, facettenreiches Album mit zahlreichen Highlights wie “Young Girls“ oder “Treasure“. Damit hat Bruno Mars zum Jahresende noch einmal meine persönlichen Jahrescharts durcheinander gewirbelt und sich bei den Alben klar in die Top 5 geschoben. Einen Punktabzug gibt es für nur zehn Titel sowie für “Gorilla“, den ich nicht wirklich gebraucht hätte.

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