Kritik | Two von „Lenka“

Küstler:
Lenka
Redaktions-Wertung:
Titel:
Two
Release:
15. April 2011
LeserInnen-Wertung:
Genre:

„The Show“ war einer der Songs, die sich 2009 besonders hartnäckig in den Charts gehalten haben. Und zugleich der Durchbruch für die zierliche Australierin Lenka, die zuvor eher durch Auftritte in kleineren TV-Produktionen und Theaterstücken geglänzt hat. In ihrer Heimat „Down Under“ war ihre Debüt-Single 28 Wochen lang nicht mehr aus dem Radio zu kriegen. Und vor allem nicht aus dem Ohr. Das erste Album „Lenka“ hielt sich sogar ganz 53 Wochen in den australischen Hitlisten. In Deutschland waren es nur 3.

Da inzwischen aber drei Jahre vergangen sind, legt Lenka jetzt mit ihrem zweiten Album nach, das ganz einfach den Titel „Two“ trägt und da anschließt, wo die erste CD aufgehört hat. Sie mag es unkompliziert, mischt Pop mit Folk und bringt dabei ihren ganz eigenen, unverkennbaren Stil ein. Die elf Titel auf „Two“ sind charmant, zuckersüß und dabei federleicht. Es geht um Liebe und das Verliebtsein, so wie Lenka es versprochen hat. „Ich war als Teenager nie wirklich ein Fan von elektronischer Musik. Björk war die erste Künstlerin, die mir gezeigt hat, dass man einen am Computer erzeugten Beat haben und trotzdem einen emotionalen und schönen Song schaffen kann“, so Lenka, die eigentlich Lenka Kripac heißt.

Von Computersounds ist auf „Two“ aber nicht wirklich viel zu hören. Lenka setzt vielmehr auf handgemachte Musik und legt da, wo andere Sänger und Sängerinnen das Chartpotenzial bevorzugen, eher Wert auf inhaltliche Tiefe. Das zahlt sich aus, denn ihre zweite CD ist ein wunderbares Pop-Album geworden, das mal temporeich, mal sanft daherkommt und toll zwischen die Ohren passt. Mit einer Laufzeit von knapp 40 Minuten fällt es allerdings doch recht kurz aus und bietet so wenig Platz für wirkliche Überraschungen.

Die Songs sind schnell zugänglich, unkompliziert, damit aber auch etwas fad. Einen richtigen Earcatcher wie „The Show“ vermisst man irgendwie, auch wenn „You Will Be Mine“, „The End Of The World“ und der Titelsong „Two“ Potenzial haben. Die erste Single-Auskopplung „Heart Skips  Beat“ ist eher verhalten und kommt nur mäßig in Fahrt. Nach mehrmaligem Hören zählt sie aber zu den stärksten Titeln auf dem Album. Dennoch: Irgendwie hatte man ein bisschen mehr erwartet …

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