Kritik | The Very Best of Gilbert O’Sullivan von „Gilbert O’Sullivan“

Küstler:
Gilbert O'Sullivan
Redaktions-Wertung:
Titel:
The Very Best of Gilbert O'Sullivan
Release:
16. März 2012
LeserInnen-Wertung:
Genre:
Pop,

Mehr als 15 Millionen Alben und Singles hat Gilbert O’Sullivan in seiner Karriere verkauft. Die hatte ihren Höhepunkt in den 70er und 80er Jahren, als er mit Hits wie „Clair“ oder „Get Down“ (den dürfte wohl wirklich jeder kennen) Volltreffer landen konnte. Da der Ire nun bereits seit 45 Jahren im Geschäft ist, möchte Union Square Music diesen Umstand feiern und veröffentlicht mit „The Very Best of Gilbert O’Sullivan“ ein 22 Songs umfassendes Best-of des Musikers. Die Titel entstammen teilweise auch dem ersten Album „Himself“ aus dem Jahr 1971 und laden auf eine knapp 73-minütige Zeitreise ein.

Selbst wer mit dem Namen Gilbert O’Sullivan zunächst nichts anfangen kann, wird bei den ersten Tönen schon bald „Die Stimme kenne ich doch!“ denken. Spätestens bei „Get Down“ dürfte einem klar sein, woher. Der 65-Jährige hatte aber noch jede Menge anderer Hits. 14 Top 10-UK-Hits sind allein auf diesem Album zu finden. Denn in England war der Singer-Songwriter, neben seiner Heimat und Japan, richtig erfolgreich. Seine ersten beiden Alben hielten sich in den englischen Charts über ein Jahr lang und 1972 war Gilbert der verkaufsstärkste UK-Künstler überhaupt. Klar, dass er bald darauf auch in Amerika Fuß fassen konnte.

Seit „Berry Vest Of“ (2004) ist „The Very Best of Gilbert O’Sullivan“ das erste Best-of von Gilbert O’Sullivan und enthält zudem zehn Songs, die darauf nicht vertreten waren. Gilbert hat alle Stücke selbst ausgewählt, darunter nicht nur seine bekanntesten Songs, sondern auch ausgesuchte Albumtracks und Live-Favoriten. Damit kann man sich perfekt in die frühen und späten 70s zurückversetzen lassen, denn nicht nur die Musik, sondern auch die Stimme des Iren haben diesen ganz typischen Charme. Kein Wunder, dass auch Künstler wie Elton John, The Pet Shop Boys, Nina Simone oder Tom Jones bereits Stücke von ihm gecovert haben. Wer übrigens geglaubt hat, Gilbert O’Sullivan sei längst weg vom musikalischen Fenster, irrt. Erst 2011 hat Raymond Edward O’Sullivan, wie er eigentlich wirklich heißt, ein weiteres Album veröffentlicht: „Gilbertville“. Nach seinem Comeback in den 90er Jahren eines seiner Besten, wenn man den Kritikern glaubt.

Mit „The Very Best of Gilbert O’Sullivan“ füllt Gilbert O’Sullivan seine ohnehin schon gut gefüllte Diskografie nun weiter auf und liefert Anhängern der ersten Stunde eine feine Zusammenstellung an Gilbert’schen Songs. Gelungen und sehr unterhaltsam!

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