Kritik | The Union von “Elton John & Leon Russell”

Küstler:
Elton John & Leon Russell
Redaktions-Wertung:
Titel:
The Union
Release:
22. Oktober 2010
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Vier Jahre hat es bis zum neuen Album von Elton John gedauert, seit November 2009 arbeiteten er und Leon Russel an „The Union“. Leon Russel ist Sänger, Songwriter, Gitarrist und Pianist und seit 1956 im Musikgeschäft.  Als begehrter Studiomusiker spielte er bereits mit Jerry Lee Lewis, den Rolling Stones und ist seit je her das Idol Elton Johns.

So lag es nicht fern, dass diese beiden Musikgrößen ein gemeinsames Projekt auf die Beine stellen. Die Initiative ergriff Elton John, der in einem Interview sagte, er sei durch Leon Russels Hit „Back to the Island“ inspiriert worden, außerdem erinnere sich niemand mehr an Russel und das sei sehr traurig. Dieser war von der Idee eine gemeinsame CD aufzunehmen sofort begeistert. Produziert von Johns altem Freund T Bone Burnett ist das Ergebnis ein guter Querschlag durch alle Musikrichtungen. Von Country über Gospel bis hin zu Swing ist alles dabei.

Der Großteil der Songs ist in hohem Maße durch Elton John und durch das, was man während der letzten 30 Jahre von ihm zu hören bekam geprägt. Neben einer Reihe von langsamen Balladen darf der Höherer jedoch keine weitere Abwechslung erwarten. Das Album zeigt altbewährtes, aber offenbart kaum Spielraum für Neuerungen oder Experimente. Bis auf einige Tracks, wie „If it wasn’t for bad“, „Hey Ahab“ und  „Monkey Suit“ sind die meisten doch sehr traurig, wehleidig und voller Herzschmerz, vielleicht schön für die regnerische Herbstzeit, aber nichts Neues aus den Fingern von Elton John.

Dennoch zeigen die beiden Musiker auf was sie wert legen. Das Album wurde komplett live aufgenommen und basiert auf den grundlegenden Aspekten des Rock’n’Roll, viel Gitarre, viel Drums und viel rauchige Stimme. Zur musikalischen Unterstützung haben sie sich für dieses Album weitere Größen wie Neil Young und Jim Keltner, den wohl bekanntesten und erfolgreichsten Schlagzeuger Südamerikas, dazu geholt.

Wem das Album nicht reicht kann sich voraussichtlich für 2011 Tickets für die Welttournee der beiden Urgesteine holen.

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1 Kommentar

  1. Jim Keltner südamerikanischer Trommler ? Warum schreibt Ihr nicht einfach über den Unterschied der verschiedenen Versionen ? Wieso gibt es eine cd mit 17 Tracks und eine mit nur 14 ? Was gibt es zu den downloads/itunes zu sagen ?

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