Kritik | The Spirit Indestructible von „Nelly Furtado“

Küstler:
Nelly Furtado
Redaktions-Wertung:
Titel:
The Spirit Indestructible
Release:
14. September 2012
LeserInnen-Wertung:
Genre:
Pop,

Für einen Künstler ist es oft schwer, den Riesenerfolg eines Albums annähernd zu wiederholen oder sogar noch einmal zu übertreffen. Bei Nelly Furtado muss ich leider sagen, dass sie es nach dem grandiosen Meisterwerk “Loose“ auch im zweiten Anlauf nicht geschafft hat, an diesen Erfolg anzuknüpfen. Schon der direkte Nachfolger “Mi Plan“, welches sie komplett mit spanischen Liedern herausgebracht hat, brachte ihr in den wichtigsten Charts wie Großbritannien und den USA keinen Erfolg und keine der Singles hat sich wirklich ins Gedächtnis der Musikwelt eingebrannt. Dieses Schicksal werden wahrscheinlich sowohl das Album “The Spirit Indestructible“ als auch die Singles des Albums teilen.

Beim Titelsong des Albums “The Spirit Indestructible“ besteht noch am ehesten die Chance, dass er in Erinnerung bleibt. Der Song war die erste Single-Auskopplung und enthält einige eingängige Pop-Elemente. Dazu kann der Rhythmus durchaus die Fans bewegen. Danach wird es allerdings eher wild oder auch unstrukturiert, je nach Sichtweise.

“Big Hoops“ ist als zweite Single eher unscheinbar und ebenso gewöhnungsbedürftig wie “High Life“. Die teils sehr hohen und fast schrillen Gesangsparts in “High Life“ sowie die Backgroundmusik im Stil von Peitschenknallgeräuschen können dem Hörer auch leicht relativ schnell auf die Nerven gehen. Das wird auch bei “Parking Lot“ nicht wirklich besser.

Erst der Titel “Something“, bei dem Nas einen Rap-Part beisteuert, zeigt dann endlich eine gewisse Coolness. Leider fällt Nelly Furtado dann wieder zurück in diesen pseudo-spirituellen Stil und die folgenden sechs Titel sind so langweilig, dass sie kaum eine Erwähnung wert sind. Dagegen ist der letzte Titel “Believers (Arab Spring)“ nicht nur inhaltlich mit dem arabischen Frühling bedeutsam, sondern er ist endlich auch musikalisch wieder ein Song mit Ohrwurmcharakter.

Insgesamt ist das Album “The Spirit Indestructible“ sehr gewöhnungsbedürftig. Bei mehrfachem Anhören gelingt es unter Umständen, sich den Songs des Albums anzunähern. Allerdings ist es fraglich, ob jemand so viel Ausdauer besitzt.

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