Kritik | The Midsummer Station von „Owl City“

Küstler:
Owl City
Redaktions-Wertung:
Titel:
The Midsummer Station
Release:
17. August 2012
LeserInnen-Wertung:
Genre:
Pop,

Eine „Good Time“, die besingt Adam Young alias Owl City derzeit nicht nur in den Charts gemeinsam mit Carly Rae Jepsen. Nein, er hat sie ganz einfach! Und zwar schon seit ein paar Jahren. Um genau zu sein seit sein Debütalbum „Ocean Eyes“ in neun Ländern mit Gold oder Platin ausgezeichnet wurde und die Single „Fireflies“ ein #1-Dauerbrenner in sage und schreibe 24 Ländern war. Seitdem sind rund drei Jahre vergangen. Nachdem 2011 der zweite Longplayer „All Things Bright And Beautiful“ erschienen ist, liefert Adam jetzt sein drittes Studio-Album „The Midsummer Station“.

Dafür hat er sich einer besonderen Herausforderung gestellt. Er wollt mit seinen Popsongs in sich geschlossene, magische Welten kreieren. Präzise durchdachte Tracks, die einzigartig sind und automatisch im Kopf bleiben. Dafür hat er sich u.a. Co-Autoren und Gastproduzenten wie Stargate, Nate Campany oder Emily Wright ins Boot geholt. Eine weitere Neuerung für ihn, denn seine ersten beiden Alben hat er im Alleingang aufgenommen. „Unterm Strich ist mir am wichtigsten, dass ich als Künstler mit neuen Ansätzen herumexperimentieren kann. Mit anderen Leuten zu arbeiten war daher eine grandiose Lektion: Ich habe gelernt, mich wirklich auf den jeweiligen Song selbst zu konzentrieren, ihn als kleines Kunstwerk für sich zu betrachten, als eine Einheit, die dazu da ist, um andere Menschen anzusprechen“, so Adam. Auch textmäßig wollte er unbedingt neue Wege gehen und nur noch über Themen schreiben, mit denen sich die Zuhörer identifizieren können.

Was sich allerdings nicht verändert hat, ist der Sound von Owl City. Auch „The Midsummer Station“ steckt voller Dance-Elemente, Synthies und 80s-Arrangements. Unverkennbar Adam Young, besonders in Kombination mit seiner markanten Stimme. Dennoch klingt das Album deutlich moderner und tranciger als seine beiden Vorgänger, die noch deutlicher dem klassischen Pop zugewandt waren. Die Begründung dafür liefert Adam auch direkt mit: „Dance-Sound aus Europa hat gerade so massiven Einfluss auf das, was im Pop-Bereich geschieht, dass es einfach nahe liegend war, diesen Schritt genau jetzt zu gehen. Am meisten bewundere ich die ganz großen Trance-DJs der letzten Dekade, Leute wie Armin van Buuren, ATB, Above & Beyond, Tiësto und Ferry Corsten.“ Und diese Bewunderung ist in „The Midummer Station“ mit eingeflossen.

Die Musik von Owl City macht einfach gute Laune. Und das konstant seit drei Alben. Die Gefahr ist nur, dass Adam sich mehr und mehr vom Pop entfernt und damit von einem Genre, in dem ihn seine Fans lieben. Gerade Titel wie „Speed of Love“ oder „Metropolis“ zeigen Umbruchstimmung, dabei sind es eigentlich Nummern wie „Silhouette“ und „Shooting Star“ die typisch Owl City sind. Was dagegen gar nicht typisch ist, ist die Kollaboration mit Mark Hoppus von Blink182. „Dementia“ ist ein echter Ausnahmesong in eine sehr interessante Richtung. Der Abstand vom klassischen Pop muss also gar nicht verkehrt sein, wenn er mit den richtigen Elementen gemixt werden.

Somit ist auch Adams drittes Werk wieder eine sehr solide und unterhaltsame Arbeit geworden. Poppig, elektronisch, verspielt. Und was ebenfalls Erwähnung finden sollte, ist die Cover- und Booklet-Gestaltung. Sehr schön anzusehen und eine tolle Verknüpfung zu den Songs und deren Aussage.

Subscribe to Comments RSS Feed in this post

1 Kommentar

  1. Hallo erstmal.
    Ich muss leider sagen das Adam sich schon sehr von seinem üblichen Stil gelöst hat. Seine vorherigen Alben hatten einen komplett eigenen Stil, den man nur schlecht mit anderen Künstlern vergleichen konnte. Ich habe Ewig auf das Album gewartet und war ziemlich entäuscht das es sich viel eher nach Chris Brown, David Guetta oder Usher anhört (mit ausnahme von ,,Silhouette´´). Er ist leider den Weg gegangen den viele Künstler zurzeit einschlagen, frei nach dem Motto ,,Haubtsache es klingt im Club gut ´´

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*

n/a