Kritik | The Constant von „I Blame Coco“

Küstler:
I Blame Coco
Redaktions-Wertung:
Titel:
The Constant
Release:
18. Februar 2011
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Eliot Paulina Sumner bzw. Coco Sumner ist ein Name, mit dem zunächst nicht viel anfangen kann. Weiß man allerdings, dass die Dame die Tochter von Gordon Sumner alias Sting ist, ändert sich schlagartig alles. Als ‚I Blame Coco‘ macht sie nämlich seit einiger Zeit ihr eigenes Ding und räumt, auch ohne die Hilfe ihres berühmten Vaters, die Chart-Landschaft auf. Überhaupt legt sie besonderen Wert darauf, nicht auf ihren Daddy Sting reduziert sie werden. Sie macht ihr eigenes Ding und ihre eigene Musik.

Und das mit Erfolg. Die Single „Cesar“, bei der sich Coco bereits Ende 2010 Unterstützung von der Schwedin Robyn holte, legt ordentlich vor und zeigt, dass hier nicht auf den Pfaden von The Police gewandelt wird. Der Sound ist vielmehr elektronisch angehaucht und mit ordentlich lauten Drumsequenzen vollgepackt. Auch „Quicker“, das derzeit bei vielen Radiosendern zu hören ist, zeigt dies und präsentiert sich gleichzeitig als charmanter Ohrwurm. Übrigens nicht der Einzige auf „The Constant“. Denn das Debütalbum der Italienerin und ihrer Band umfasst stattliche 13 Songs, die, mal rockig, mal poppig, Angriff auf die Hörmuschel nehmen und so schnell nicht mehr aus dem Kopf verschwinden.

Die einen mögen es trashig nennen, die anderen sehen und hören das Talent von Coco, was ihr ganz klar in die Wiege gelegt wurde. Von Sting hat sie aber nicht die Stimme geerbt, wie man vielleicht vermuten würde, sondern allerhöchstens die Nase. Und die steckt die 20-Jährige nur allzu gern in neue musikalische Gefilde, um sich inspirieren zu lassen. Heraus kommen dann Tracks wie „It’s About To Get Worse“, „Party Bag“, “Summer Rain” oder “Please Rewind”. Allgegenwärtig ist dabei die markante Stimme der Radau-Tochter. Und die Vorliebe für Musik von Duran Duran und The Killers. „The Constant“ mag deshalb auf den ersten Blick relativ glatt wirken, hat aber viel Tiefgang und durchaus Potenzial.

Starken Tracks wie „Selfmachine“, „Quicker“ und dem Titelsong „The Constant“ ist es zu verdanken, dass dieses Album ganz sicher kein Einzelgänger bleiben wird, sondern Coco in den nächsten Jahren weitere Schritte gehe darf. Raus aus dem Schatten ihres Vaters.  Raus aus dem Klischee, dass sie sich auf ihrem Nachnamen ausruht. Das war schließlich nie ihre Intension, denn am aktuellen Album hat die junge Dame immerhin knapp fünf Jahre gebastelt. Gordon ‚Sting‘ Sumner dürfte stolz sein!

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