Kritik | The Best Of Nelly Furtado von „Nelly Furtado“

Küstler:
Nelly Furtado
Redaktions-Wertung:
Titel:
The Best Of Nelly Furtado
Release:
12. November 2010
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Neun Jahre ist es her, dass eine junge, dunkelhaarige Frau inmitten einer Wiese gesessen und „I’m Like A Bird“ gesungen hat.  In einem Jeansrock und Turnschuhen. Und mit einem umwerfenden Lächeln. Damals konnte man Nelly Furtado noch als schüchtern bezeichnen, als das nette und vielleicht etwas freche Mädchen von nebenan. Heute ist sie eine Frau, die auch mit einem Grammy auf dem Kaminsims, einer siebenjährigen Tochter und über 15,5 Millionen verkauften Alben auf dem Boden geblieben ist und mit ihrer natürlichen Ausstrahlung begeistert. Skandale? Fehlanzeige. Braucht eine Nelly Furtado auch nicht. Zehn Singles in den deutschen, elf in den kanadischen und fünf in den amerikanischen Top Ten sind Schlagzeile genug.

Dennoch: Es ist Zeit, Bilanz zu ziehen und auf das vergangene Jahrzehnt zurückzublicken. Nach „Whoa, Nelly“, „Folklore“, „Loose“ und „Mi plan“ präsentiert die kanadische Sängerin mit den portugiesischen Wurzeln nun ihr Greatest Hits-Album „The Best of Nelly Furtado“  und lädt ihre Fans auf eine musikalische Zeitreise ein. 18 Tracks spiegeln die Jahre 2001 bis 2010 wieder und führen vor Augen (oder besser gesagt: Ohren), mit wie vielen Hits die zierliche Nelly unsere Radiolandschaft schon bunter gemacht hat.

Da hätten wir die ersten Singles „I’m Like A Bird“, „Turn Off The Light“ und „….On the Radio (Remember The Days)”, die auch in dieser Reihenfolge erschienen sind, Kollaborationen wie „Fotografia“ mit Juanes, „Broken Strings“ mit James Morrison und „Promiscuous“ feat. Timbaland sowie die Top Ten-Hits „Powerless (Say What You Want)“, “Maneater”, “Say It Right” und “All Good Things (Come To An End)”. Auf dem Best of-Album finden sich aber auch völlig neue Tracks, darunter „Girlfriend In The City“ und „The Night Is Young“. Letzterer steht in den kanadischen Charts bereits auf Platz 20 und wird sicher auch bald in Deutschland durchstarten.

Eigentlich könnte man also sagen, dass auf „The Best of Nelly Furtado“  alles drauf ist, was Nelly so Wunderbares gezaubert hat. Das stimmt aber nur halb. Man denke an „Give It To Me“ feat. Timbaland und Justin Timberlake, „Morning After Dark“, „Who Want’s To Be Alone“ mit Tiesto (hierzulande leider relativ unbeachtet) oder  “Do It”. Die fehlen leider. Dafür ist mit „Stars” eine traumhafte Ballade zu hören, die Nelly bislang nur bei ihren Konzerten zum Besten gegeben hat und die noch nie auf einer CD verewigt wurde. Und „Crazy“, eine Adaption vom Gnarls Barkley-Hit aus dem Jahr 2006.

Eigentlich ist es verständlich, dass Nelly nicht all ihre großen Hits auf die CD hat pressen lassen. 2020 müssen schließlich auch noch ein paar Songs auf „The Best of Nelly Furtado 2“. Das kommende fünfte Album „Lifestyle“ (Frühjahr/Sommer 2011) dürfte weiteren Füllstoff bieten. Whoa, Nelly! Go Girl!

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