Kritik | The 2nd Law von „Muse“

Küstler:
Muse
Redaktions-Wertung:
Titel:
The 2nd Law
Release:
28. September 2012
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Schon nach den ersten Klängen des neuen Muse-Albums „The 2nd Law“ bleibt einem kaum eine Wahl. Man muss es einfach lieben.

Mit ihrem nun schon sechsten Studioalbum versucht Muse an die Erfolge der Vorgängeralben, speziell an das herausragende Album „Resistance“ (2009), anzuknüpfen. Und die in Devon aus Schulfreunden gegründete Band lässt keinen Zweifel daran, dass sie ihr letztes Album noch toppen wollen.

„Supremacy“ eröffnet das Album mit leichten Orchesterklängen, welche Muse-typisch durch gewaltige Rockeinlagen durchbrochen werden. Aber schon der zweite Track „Madness“ (erste Singleauskopplung) des neuen Albums zeigt, dass sich Matt Bellamy, Dom Howard und Chris Wolstenholme diesmal nicht nur auf all die Chöre, Streicher und Bläsersätze verlassen. Vielmehr versuchen sie neue Elemente zu integrieren und schaffen somit eine rege Abwechslung. „Wir haben zuweilen regelrecht darüber gelacht, wie anders manche Dinge klingen, verglichen mit früheren Phasen“ (Matt Bellamy).

So folgen rockigen Songs auch mal poppige und tanzbare Stücke („Wir hatten keine Angst davor, das nur ein einfacher Dance-Track ist“, so Ballamy) oder auch Drum’n’Bass-Einlagen. Dennoch verliert sich Muse nicht darin und ihre unverkennbare Musikinterpretation bleibt erhalten. Mit der opernhaften Umsetzung des Tracks „Survival“ gelingt es Muse sogar eine Hymne zu den Olympischen Spielen beizusteuern.

Einen gänzlich neuen Weg beschreitet Muse damit, dass nun auch Bassist Chris Wolstenholme seine selbstgeschriebenen und selbst gesungenen Songs zum Besten geben kann. Ein durchaus gelungenes, aber nicht unbedingt passendes Intermezzo.

Letztendlich führt kein Weg an diesem imposanten Album vorbei.

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