Kritik | Thanks For Your Generous Donations von „Lotta Wenglén“

Küstler:
Lotta Wenglén
Redaktions-Wertung:
Titel:
Thanks For Your Generous Donations
Release:
30. September 2011
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Vier Alben hat die Schwedin Lotta Wenglén bereits veröffentlicht und irgendwie sind sie alle an einem vorbeigerauscht. Mit „Thanks For Your Generous Donations“ schaukelt sie nun ihr fünftes Werk auf den, erstmals internationalen, Markt, erschienen bei ihrem eigenen Label Margit Music. Und das steckt voller Muttergefühle und einem wahrhaften Tornado an Emotionen.

Denn das Mutterwerden und Muttersein hat Lotta verändert. Und es hat sie in erster Linie inspiriert, weshalb die Produktion erstaunlich wenig Zeit in Anspruch genommen hat. Viele der Songs auf dem Album hat sie während und nach der Schwangerschaft geschrieben. Sie handeln vom Wunder des Lebens, aber auch von Alkohol oder Krankheiten wie Krebs. Aufgenommen, produziert und abgemischt hat Lotta „Thanks For Your Generous Donations“ selbst. Hilfe hatte sie aber von ihrer Band: Magnus Sveningsson (Bass), Carolina Carlborn (Drums) und Mâns Wieslander (Gitarre) sowie David Carlsson.

Geboren wurde Lotta 1971 in Malmö. Schon in jungen Jahren hat sie angefangen, Gitarre zu spielen und Songs zu schreiben. Mit ihrem älteren Bruder machte sie frühzeitig erste Aufnahmen und so kam es, dass sie im Teenageralter auch ihre erste Band ins Leben rief. Es sollte allerdings noch ein paar Jahre dauern, bis sie ihren eigenen Sound entwickeln und Musik veröffentlichen würde. Nach den Bands ba-ba-loo und bobby ray wagte sie sich solo ans Mikrofon und nahm um die Jahrtauendewende das Album „Golden Green“ auf. 2001 gründete sie schließlich ihr eigenes Label Margit Music, das sie nach ihrer Großmutter benannte.

Zehn Jahre später füllt nun ein weiteres Werk ihre Diskographie. An dem waren, neben Lotta und ihrer Band, auch Erika Rosén, Sofia Härdig und Katharina Nuttall beteiligt. Entstanden ist ein Album, das mit ehrlicher, unaufdringlicher und sanfter Musik aufwartet. Lotta erhebt nur selten die Stimme, irgendwie macht aber genau das ihren Sound aus. Mit Songs wie „Stitch Me Up“ oder „Carefree“ beweist sie, dass es auch anders geht und zeigt sich deutlich rockiger. Es überwiegen aber dennoch die balladesken Nummern, von denen „Be Strong“ und „Insane“ zu den Schönsten zählen.

Lotta Wenglén – das ist Musik für düstere und kühle Herbsttage. Für verregnete Abende. Für Momente, in denen man sich nur auf sich selbst konzentrieren möchte. Musik, fernab von Charts und Mainstream. Nennen wir es stattdessen Malmöstream!

Verwandte Artikel

  • Keine verwandten Artikel gefunden

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*

n/a