Kritik | Take The Crown von „Robbie Williams“

Küstler:
Robbie Williams
Redaktions-Wertung:
Titel:
Take The Crown
Release:
02. November 2012
LeserInnen-Wertung:
Genre:
Pop,

Er ist frisch gebackener Vater und das praktisch gleich doppelt: Robbie Williams hat Anfang November sein inzwischen neuntes Soloalbum veröffentlicht und darf sich daheim jetzt auch noch um Töchterchen Teddy kümmern. Wobei: Seine Frau Ayda nimmt ihm viel Arbeit ab, sodass er genügend Schlaf bekommt. Den braucht er auch, denn wer den „Pop-Thron“ erobern möchte, muss fit sein. Genau das ist nämlich Robbie’s Mission mit „Take The Crown“.

Nicht gerade ein bescheidener Wunsch, könnte man meinen. Aber hat Robbie nicht schon immer ein bisschen zur Exzentrik geneigt? Seit er Take That vor 17 Jahren verlassen hat, ist viel passiert. Zwischen den Singles „Freedom“ (1996) und „Candy“ (2012) gab es jede Menge Ups and Downs und für den 17-fachen BRIT Award Preisträger lief es nicht immer nach Plan. Doch im vergangenen Jahr hat sich der Kreis wieder geschlossen. Es gab die lang ersehnte Reunion mit den ehemaligen Bandkollegen von Take That und nicht nur eine Tour, sondern sogar ein gemeinsames Album: „Progress“.

Jetzt ist Robbie wieder bereit, solo ins Rampenlicht zu treten und ein paar Lorbeeren einzuheimsen. „Nach der Wiedervereinigung von Take That, die mich auf so viele, viele Arten mit neuer Energie erfüllt hat, wollte ich mit einem großen Soloalbum zurückkommen. Ich bin sehr aufgeregt“, so der 38-Jährige. Dabei muss er das gar nicht sein. „Take The Crown“ ist in den Charts sehr gut angekommen. Besonders die erste Singleauskopplung „Candy“. Im UK ist sie direkt an die Spitze der Hitlisten geschossen und hat kurz vor Jahresende mal eben noch einen Rekord aufgestellt: Es ist die am schnellsten verkaufte Single eines männlichen Künstlers im Jahr 2012. Geschrieben wurde sie übrigens von Robbie und Gary Barlow.

Da sie bereits fleißig im Radio gespielt wird, hat man die Melodie easy im Ohr. Die restliche Tracklist hat es da etwas schwerer. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich sie auch nach dem zweiten und dritten Hören eher blass finde. „Take The Crown“ ist zwar ein typisches Robbie Williams-Album und ein sehr, sehr mainstreamiger Pop-Longplayer, aber es fehlt einfach das gewisse Etwas. Viele Titel klingen ähnlich, man hofft die meiste Zeit auf ein paar Highlights. Die sind allerdings rar.

Fans des Briten dürften mit dem Album happy sein, aber für mich bleibt Robbie mit seiner neunten Soloscheibe deutlich hinter den Erwartungen zurück. Das Album ist perfekte Nebenher-Beschallung und durchaus ein Gute-Laune-Verbreiter. Mehr aber eben nicht. Mir ist mittlerweile nicht mehr ganz klar, auf welche Krone Robbie aus war. Er scheint aber daneben gegriffen zu haben. Leider.

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