Kritik | Sundry Tales von „Tom Hugo“

Küstler:
Tom Hugo
Redaktions-Wertung:
Titel:
Sundry Tales
Release:
20. April 2012
LeserInnen-Wertung:
Genre:

„Alle Geschichten auf diesem Album wurden von wahren Begebenheiten aus meinem Leben inspiriert, von Freunden und Familie […] Ich hoffe, dass auch ihr diese Songs als Soundtrack zu eurem eigenen Leben betrachten könnt“. Diese einleitenden Worte finden sich im Booklet von Tom Hugos Album „Sundry Tales“. Und hört man so rein, hat man das Gefühl, dass der Singer/Songwriter ein verdammt sonniges und gut gelauntes Leben hat. Das täuscht aber, denn er hat durchaus etwas zu erzählen.

Auf seiner ersten Single „Open Up Your Eyes“ thematisiert der gebürtige Norweger zwischen mitreißenden Melodiebögen und vertonter Eingängigkeit die Schönheit der Chance, die in jedem noch so ausweglos erscheinendem Augenblick schlummert. „Open your mind for new adventures“ heißt es da in einer Zeile – und es scheint fast so, als hätte Tom Hugo sich für seine ambitionierte Reise in den Pop-Olymp selbst beim Wort genommen. Für sein erstes Album hat er sich viel Zeit gelassen. Vier Jahre, um genau zu sein. Dennoch ist sein Name längst kein Unbekannter mehr.

Schon als kleines Kind wollte Tom Hugo ins Rampenlicht. Er hat davon geträumt, eine künstlerische Laufbahn einzuschlagen, wovon seine Eltern alles andere als begeistert waren. Logisch, der Sohnemann sollte natürlich lieber einen „richtigen“ Beruf erlernen. Besonders Tom’s Vater war hartnäckig und hätte es fast geschafft, ihm die internationale Musikerkarriere auszureden. Aber: Tom Hugo hat seinen (Aus)Weg gefunden. Von der norwegischen Heimatstadt Kristiansand in die Millionenmetropole Hamburg, wo der 31-jährige seit nunmehr vier Jahren seine kreativen Zelte aufgeschlagen hat. Dieser Ortswechsel hat sich natürlich auch auf seine Musik ausgewirkt.

„Ich habe die Platte ‚Sundry Tales‘ genannt, weil das süße, kleine Wort ‚Sundry‘ aus meiner Sicht sehr schön den Facettenreichtum zwischen den Songs beschreibt“, erklärt der leidenschaftliche Angler und passionierte Koch den Grund für die Namensgebung. „Was soll ich sagen, die Stücke sind wie die Tage in meinem Leben: Es gibt hoffnungsvolle und glückliche, aber auch traurige und schmerzvolle.“ Damit beschreibt er nicht nur hervorragend seine Gefühlswelt, sondern auch die Vielfalt auf seinem Debütalbum. Die viele Arbeit hat sich gelohnt, das Ergebnis kann sich hören lassen! Und zwar nicht nur auf der besagten ersten Single „Open Up Your Eyes“, sondern auch in Stücken wie dem mitreißenden „Wildest Man Alive“ oder dem treibenden „Be Somebody“.

Kein Wunder also, dass Tom ein ganz bestimmtes deutsches Lieblingswort hat: „Es gibt im Deutschen wirklich wahnsinnig viele coole Worte, aber ‚Ohrwurm‘ finde ich besonders toll. Das gibt es bei uns in Norwegen nämlich nicht.“

Unsere Lieblingswörter sind „Sundry“ und „Tales“, denn die machen wirklich gute Laune!

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