Kritik | Strangers In The First Place von „Robert Francis“

Küstler:
Robert Francis
Redaktions-Wertung:
Titel:
Strangers In The First Place
Release:
01. Juni 2012
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Mit „Junebug“ konnte Robert Francis 2010 überraschend zum globalen Rundumschlag ausholen und ein wahres Lauffeuer entfachen. Der Mann, der schon Klavier spielen konnte, als seine Füße kaum das Pedal erreichten, wurde praktisch über Nacht zum Geheimtipp. Und das, obwohl er schon sein ganzes Leben Musik macht, mit 9 seine erste eigene Gitarre von Ry Cooder bekam und nur kurze Zeit später der einzige Schüler von John Frusciante (Red Hot Chili Peppers) war. Keine Frage, der Singer-Songwriter bringt so ziemlich alles mit, was es braucht.

Nachdem er mit 19 bereits sein erstes Studioalbum „One By One“ veröffentlicht hat und nur drei Jahre später „Before Nightfall“ folgte, will er es jetzt erneut wissen. Seit dem 1. Juni steht sein dritter Longplayer „Strangers In The First Place“ in den Läden. Eine erneute Weiterentwicklung, die gewohnt ruhige Töne anschlägt und einen nachdenklichen Robert Francis zeigt.

Um die neuen Songs aufnehmen zu können, hat Robert extra ein Haus unweit der Malibu Hills gemietet. Nahe des Pazifischen Ozeans konnte er sich ganz auf sich und seine Arbeit konzentrieren, die Weite und zugleich Freiheit des Meeres einfangen. Empfindungen, die auch in „Strangers In The First Place“ mit eingeflossen sind. „Was bei der Entstehung dieses Albums anders lief, fängt bei den Lyrics an. Ich fing an Texte zu schreiben und wartete auf die Melodien, die rhythmisch dazu passten. Wenn diese zwei Welten sich trafen und Eins wurden, dann fühlte es sich so an, als wären sie dazu bestimmt zu einem Song zu werden. Das war ein spannender Prozess für mich, denn ich erfuhr immer wieder neue Überraschungen dabei“, so Robert über die Arbeit an seinem dritten Album.

Zwölf Songs sind darauf zu hören. Sie schwanken zwischen stiller Poesie (nicht zuletzt, weil Robert sich wirklich von Gedichten hat inspirieren lassen) und Pop. Teils sind aber auch Folk- bzw. Country-Einschläge hörbar, gepaart mit der leicht düsteren Stimme des Sängers. „Der Leitfaden, der sich durch das Album zieht und alle Elemente miteinander verbindet ist, wie in meinen früheren Alben auch, das Thema Liebe und die verlorene Liebe. Dieses neue Album ist für mich ein Weg daran festzuhalten, und es weiterhin zu fühlen, bevor ich es ganz verliere“, sagt er.

Aufgenommen hat er in entspannter Runde und Atmosphäre, gemeinsam mit seiner Band und Gästen wie Mike Campbell, Jim Keltner, Ry Cooder, Joachim Cooder, Blake Mills oder auch seinen beiden Schwestern Juliette and Carla Commagere. Das hört man bei jedem einzelnen Akkord. Einzig ein Song vom Format eines „Junebug“ fehlt.

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