Kritik | Stitch me up von „Julian Perretta“

Küstler:
Julian Perretta
Redaktions-Wertung:
Titel:
Stitch me up
Release:
20. Mai 2011
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Julian Perretta – ein junger Wilder mit unglaublich vielen Locken auf dem Kopf, der für seine 22 Lenze verdammt reif aussieht und selbst in der Wüste eine gute Figur macht. Aber weder das Gesicht noch der Name sagen einem anfangs wirklich viel. Bis man beim Durchhören seines Debütalbums „Stitch Me Up“ auf den Song „Wonder Why“ stößt und plötzlich dieses „Den-kenne-ich-doch“-Gefühl hat. Der Titel läuft nämlich bereits seit geraumer Zeit im Radio und hat sich heimlich, ganz heimlich ins Unterbewusstsein geschlichen. In Frankreich ist Julian längst erfolgreich, hier steht die Single aktuell auf Platz 8, das Album aus Position 30. Grund genug, sich den Lockenkopf mal etwas genauer anzuschauen.

Julian Perretta kommt nämlich eigentlich aus London, wo er die Royal Academy of Dramatic Art besucht hat, lebt aber mittlerweile in Paris. Vor seinem Durchbruch und einem Vertrag mit Universal Music war der Brite u.a. mit Mark Ronson, Girls Aloud und Beyoncé unterwegs. Sein Talent blieb dabei natürlich nicht unentdeckt und so kam es, dass er im vergangenen Jahr sein erstes Album aufgenommen und mit der bereits erwähnten Debütsingle „Wonder Why“ ordentlich die französischen Charts gestürmt hat. Obwohl „Stitch Me Up“ bereits im Herbst 2010 veröffentlicht wurde, erscheint es hierzulande erst jetzt. Aber: Besser spät als nie!

Denn was der junge Musiker hier abliefert, ist Pop ist seiner schönsten und sonnigsten Form. Das Album ist so was von unkompliziert, dass man es wirklich bei jeder Gelegenheit hören kann. Kein Song fällt aus dem Rahmen, alles klingt nach Sommer, guter Laune und einem Hauch Rock. Es ist aber nicht nur die Mischung, die „Stitch Me Up“ so hörenswert macht, sondern es sind auch die Stimme und die Texte von Julian Perretta. Es wird einem schnell klar, dass der Londoner seinen ganz eigenen Weg gehen wird und dieser CD ganz sicher noch viele folgen werden.

Grundsätzlich sind alle elf Songs grandios und entwickeln nach und nach ihren ganz eigenen Charme. Eine besondere Suchtgefahr besteht aber, neben „Wonder Why“, bei „Ride My Star“, „Urgently Needed“ und dem Bonus Track „If I Ever Feel Better“. Der ist übrigens ein Cover von Phoenix, deren Version ebenfalls fantastisch, wenn auch schon etwas älter ist.

Irgendwie würde man verdammt gern neben Julian Perretta in dem Oldtimer vom Cover sitzen und tagelang einfach nur kreuz und quer durch die Wüste düsen. Den richtigen Soundtrack liefert Julian auf jeden Fall! „Stitch Me Up“ ist eines der stärksten Pop-Alben, die in letzter Zeit erschienen sind und perfekt für die kommenden Monate!

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