Kritik | Spark von „Marit Larsen“

Küstler:
Marit Larsen
Redaktions-Wertung:
Titel:
Spark
Release:
16. Dezember 2011
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Endlich, endlich ist sie wieder da. Die zierliche Norwegerin Marit Larsen, die uns mit ihrem Stimmchen regelmäßig den öden Alltag aus dem Kopf säuselt und außer einer Gitarre eigentlich nicht viel braucht. Nach den umjubelten und vergoldeten Scheiben „Under The Surface“ (2006) und „The Chase“ (2008) erscheint nun am 16. Dezember, kurz vor Weihnachten, ihr drittes Album „Spark“. Höchste Zeit nach über 300.000 verkauften Singles und 250.000 Alben in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Fast zwei Jahre lang war Marit in der Weltgeschichte unterwegs, wurde überall umjubelt. Und dennoch hat sie, wieder in ihrer Heimat Oslo angekommen, nicht einfach die Füße hochgelegt. Nein, sie hat direkt mit der Planung für ihr neues Album begonnen. Dafür war aber trotz allem eine kreative Pause nötig. Die hat die 24-Jährige in New York verbracht, acht Monate lang. „Es war schön, ein bisschen isoliert zu sein und herauszufinden, wer ich geworden war. Wer bin ich, wenn niemand zuhört? Was tue ich, wenn niemand irgendetwas erwartet? Es war wohltuend festzustellen, dass meine Musik trotz allem klare Parallelen zu dem hatte, was ich vorher gemacht hatte. Es war eine wichtige Reise für mich als Person und als Komponistin“, so Marit über ihre Auszeit im Big Apple.

Als sie dann Oslo zurückgekehrt ist, hatte sie genug Material und auch Muse, um „Spark“ zu kreieren und aufzunehmen. Dabei hat sie erneu auf Kåre Vestrheim gesetzt, der schon bei den beiden Vorgängern die Regie übernommen hatte. Marit selbst hat aber auch nichts dem Zufall überlassen, denn sie hat nicht nur komponiert und gesungen, sondern von Klavier über die Mandoline bis hin zum Xylofon oder der indischen Tampura fast alle Instrumente selbst eingespielt. Dabei hat sie es nicht darauf angelegt, aus jedem Song einen radiotauglichen Chartkracher zu machen. Darum geht es ihr überhaupt nicht beim Songwriting. Sie achtet vielmehr darauf, dass sie Themen aus einer völlig neuen Perspektive betrachtet und Melodien erschafft, die im Gedächtnis bleiben. Deshalb sagt sie auch: „Jeder einzelne Song auf dem fertigen Album ist für mich ein Hit!“

Außer „I Can’t Love You Anymore“, „Have You Ever“ und „Don’t Move“, an denen Peter Zizzo (u.a. Celine Dion, Jennifer Lopez) mitgeschrieben hat, stammen alle Songs aus der Feder von Marit. Die erste Single-Auskopplung „Coming Home“ ist bereits am 2. Dezember erschienen und ein typischer Marit-Larsen-Song. Unaufdringlich, leise, irgendwie sommerlich leicht. Sie mischt Pop mit einem Hauch Folk und schafft es erneut, damit einen Volltreffer zu landen. Auch der Titel „Spark“ wurde für das Album nicht zufällig gewählt. Er beschreibt das Gefühl, wenn etwas beginnt – etwas Positives oder auch etwas Trauriges. Ein Gefühl, ein Anfang. Inspiriert wurde er außerdem von Joni Mitchells Album „Court and Spark“ aus dem Jahr 1974.  Bei uns in Deutschland wird „Spark“ am 16.12.2011 veröffentlicht.

Was bei Marit Larsen, neben ihrer Musik, irgendwie immer im Gedächtnis bleibt, ist ihre unheimlich angenehme Art. Ein wenig schüchtern und zurücknehmend, aber stets strahlend und sympathisch. Bei ihr merkt man einfach, dass sie sich nicht verbiegen lässt und Musik nur aus einem Grund macht: weil sie sie liebt! Wer sich davon persönlich überzeugen will, hat im kommenden Jahr die Chance dazu. Da tourt Marit Larsen nämlich wieder durch Deutschland, Österreich und die Schweiz!

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