Kritik | Someone New von „Lail Arad“

Küstler:
Lail Arad
Redaktions-Wertung:
Titel:
Someone New
Release:
20. April 2012
LeserInnen-Wertung:
Genre:
Pop,

Lail Arad ist ein Name, der vielen noch kein Begriff sein dürfte. Kein Wunder, denn die junge Sängerin aus London ist sozusagen ein ganz frischer Musikexport, den es erst kürzlich in die große, weite Welt hinausgezogen hat. Früher hat sie Songs von Simon & Garfunkel, Joni Mitchell und The Kinks gehört, heute türmen sich in ihrem Apartment in London verstaubte LPs von Woody Guthries „Songs To Grow On“ bis hin zu Incredible String Bands „The 5000 Spirits“. Die hat die 27-Jährige aus der Plattensammlung ihrer Eltern „gerettet“.

Ungewöhnlich, aber es kommt noch besser: „The Internet is something I don’t get“ gesteht Lail selbst in ihrem Opener „Over My Head“. Damit ist sie eher untypisch für ihr Alter, aber umso interessanter. Das merkt man ihrem Debüt „Someone New“ durchaus an. Es ist Musik auf hohem Niveau, voll faszinierender Geschichten. Bereits der Eröffnungssong „Over My Head“ beweist Ohrwurmqualitäten und steckt voller Poesie. Dies zieht sich wie ein roter Faden durch das Album mit dem gesichtslosen Cover. Dabei sagt Lail selbst: „Ich habe nie geplant Lieder zu schreiben, die komisch sind. Ich bin schließlich kein Comedian. Ich versuche so ehrlich wie möglich über Sachen, die ich erlebe oder erfahre, zu schreiben, und manchmal kommt es dann humorvoll rüber, besonders wenn es um Beziehungen geht.“

Sie stammt aus einem kreativen Umfeld und verfügt über die richtige Stimme, um ihre Geschichten in die Welt hinaus zu singen. Auf Englisch, auf Französisch, gern auch mal auf Deutsch mit den berüchtigten Worten „Ich bin ein Berliner“. Lail singt voller Kraft, kann aber auch sanft und unangestrengt klingen. In London hat sie sich damit bereits ein treues Fanpublikum erspielt und auch in Frankreich hat man sie schon ins Herz geschlossen; dort feiert sie mittlerweile großen Erfolg mit ihrem Debut-Album. Aber – Berlin und alle anderen können aufatmen, denn ab dem 20. April wird sie nun auch bei uns in Deutschland für Wirbel sorgen!

Das Video zu „Everyone Is Moving To Berlin“ gibt es hier schon jetzt zu sehen:

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