Kritik | Some Kind of Trouble von „James Blunt“

Küstler:
James Blunt
Redaktions-Wertung:
Titel:
Some Kind of Trouble
Release:
5. November 2010
LeserInnen-Wertung:
Genre:

“Some Kind of Trouble” klingt nach einem Film mit Bud Spencer und Terence Hill, ist in Wirklichkeit aber der Name von James Blunts drittem Album. Der Brite mit der außergewöhnlichen Stimme und der Vorliebe für Instrumente ist seit 2004 eine Ausnahmeerscheinung in der Musikwelt und hält sich Album für Album beharrlich in den Charts. Sein Debütalbum „Back to Bedlam“ stand in Deutschland, Österreich, der Schweiz und im UK auf Platz 1 und hat sich bis heute über zehn Millionen Mal verkauft. Auch „All the Lost Souls“ (2007) schoss in vier Ländern an die Spitze und ging über 2,1 Millionen Mal über die Theke. 2010 wird es mit „Some Kind of Trouble“ sicher nicht anders werden, denn die erste Single „Stay the Night“ hat bereits die Top 10 geentert.

Kein Wunder. Die Nummer ist chillig, gleichzeitig aber auch eingängig und vollgepackt mit Urlaubsfeeling. Die Gitarre harmoniert perfekt mit Mr. Blunt und zeigt eine fröhliche, fast schon unbeschwerte Seite von ihm. Auch „Dangerous“ überrascht, denn die Nummer beginnt recht schnell und entpuppt sich, wie auch der Opener, als totaler Ohrwurm. Überhaupt ist das eine echte Spezialität von James Hillier Blount, wie er eigentlich heißt: Selbst wer ihn nicht mag, verfällt seinen Melodien und ertappt sich später beim Summen. Dafür eignet sich auch „Best Laid Plans“, eine wunderschöne Ballade, die wieder mit einem starken Refrain punktet und statt Akustik- mit einer E-Gitarre aufwartet. „So Far Gone“ beginnt etwas verhalten, aber auch hier ist es wieder der starke Mittelteil, die unaufdringliche Melodie, die im Gedächtnis bleibt.

Ein weiterer Höhepunkt folgt mit „No Tears“, einer erneut fantastischen Ballade. Der Song klingt bereits beim ersten Hören so vertraut, dass er direkt ins Ohr geht und Klavier und Streicher verzaubern. Für mich einer der besten Tracks auf „Some Kind of Trouble“. Richtig interessant wird es anschließend mit „Superstar“ und einem für Blunt ungewöhnlichen Rhythmus plus sehr viel E-Gitarre. Der Titel könnte fast schon als Hymne durchgehen, so kraftvoll ist er arrangiert. Auch „These Are the Words“ und „Calling Out Your Name“ reihen sich fast nahtlos ein und gefallen sofort. Etwas sanfter, aber dennoch eingängig.

„Heart Of Gold“ zeigt sich an neunter Stelle als weitere Ballade. Stimmlich erinnert Blunt hier stellenweise sogar leicht an Elton John, was durchaus als Kompliment zu verstehen ist. Mit „I’ll be Your Man“ wird es zum Ende des Albums dann noch mal etwas rhythmischer, bevor „If Time Is All I Have“ mit Streichern und Klavier besticht und der Brite wieder alle Frauenherzen zum Schmelzen bringt. Ungewöhnlich ist das Ende von „Some Kind Of Trouble“. Blunt zeigt mit „Turn Me On“ eine ganz andere, rockige Seite von sich. Ein Blues, der nicht so recht auf das sonst so sonnige und zarte Album passen will und etwas deplatziert wirkt.

Dennoch: „Some Kind Of Trouble“ ist eine Scheibe, an der es nicht viel auszusetzen gibt. Auch wenn man vieles schon mal gehört hat,begeistert James Blunt und schüttelt scheinbar mühelos eine wunderschöne Melodie nach der anderen aus dem Ärmel.

Anspieltipps: „Dangerous“, „No Tears“, „These Are The Words“

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