Kritik | so8os [so eighties] 5 von „Blank & Jones“

Küstler:
Blank & Jones
Redaktions-Wertung:
Titel:
so8os [so eighties] 5
Release:
20. Mai 2011
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Waren sie nicht toll, die 80er? Kaum ein Jahrzehnt feiert derzeit so ein aufsehenerregendes Comeback, wie die „Jahre der Geschmacklosigkeit“. Auch wenn die Zeit von 1980 bis 1989 modisch nicht unbedingt erwähnenswert ist, haben die Jahre musikalisch eine ganze Generation geprägt und werden immer und immer wieder hervorgekramt. Doch woran liegt das? Ist es die Unbeschwertheit? Sind es die Synthies und Beats? Oder ganz einfach nur das Wissen, dass diese Musik direkt vom Herzen kommt und für ein ganz besonderes Lebensgefühl steht?

Das kann letztlich jeder für sich selbst interpretieren. Für Blank & Jones stehen die 80er auf jeden Fall für die Sehnsucht nach dem Sommer, Erinnerungen an die alten Hitparaden und selbst zusammengestellten Tapes, die mit Stolz präsentiert wurden. Deshalb haben sie sich 2009 an ein ganz besonderes Experiment gewagt und einige der größten 80er-Hits auf dem Mix-Album „So80’s (SoEighties)“ verewigt. Das kam so gut an, dass weitere Compilations folgten und wir im Mai 2011 nun bereits bei „So80’s 5 (SoEighties 5)“ angelangt sind. Erneut mit 3 CDs und einer mehr als hörenswerten Laufzeit von mehr als 220 Minuten!

Auch diesmal widmen sich Blank & Jones wieder einigen echten Perlen und setzen Songs wie „Hold Me Now“ von den Thompson Twins, „One Night In Bangkok“ von Murray Head oder „Hey Little Girl“ von Icehouse gekonnt in Szene. Und zwar so, dass eine stimmige Sammlung zum Hören einlädt und Fans der 80er auch einige seltene Versionen genießen dürfen. So zum Beispiel „Self Control“ von Laura Branigan, das eigentlich von Raf stammt, hierzulande aber nur in der Coverversion erfolgreich war. Zur Vervollständigung enthält das 36 Seiten starke Booklet alle Cover der Original Maxi Vinyls und einige Zeilen von Blank & Jones selbst.

Wer die 80s-Reihe bereits kennt, dem dürfte das Prinzip nicht neu sein: CD1 ist mixed by Blank & Jones, CD2 und CD3 sind unmixed compiled. Das Schöne: Neben echten 80s-Krachern finden sich auch Stücke, die man noch gar nicht bzw. nur selten gehört hat. Alle 44 Titel entführen so wirklich schwungvoll in die Vergangenheit und blenden, zumindest für eine gewisse Zeit, das 21. Jahrhundert aus. Ob „Friend“ von Amii Stewart, „City Lights“ von William Pitt, „Careless Love“ von Humpe & Humpe oder das fantastische “The More You Live, The More You Love” von A Flock of Seagulls – diese Compilation macht einfach unverschämt gute Laune und gehört in jede gut sortierte Sammlung!

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1 Kommentar

  1. 1. ist der Titel „Self Control“ aus lizenzrechtlichen Gründen leider nicht als vollständige Maxi drauf, sondern nur im Mix.
    2. ist es das Original von Raf (in Deutschland damals übrigens „Raff“ aus politischen Gründen) und nicht die Coverversion
    3. war die Version von Raf in Deutschland durchaus auch erfolgreich. Insgesam 17 Wochen in den Charts, höchste Platzierung war die Nummer 2 – direkt hinter dem Cover von Laura Branigan. Das war damals eine Sensation.

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