Kritik | Six Months Is A Long Time von „Kakkmaddafakka“

Küstler:
Kakkmaddafakka
Redaktions-Wertung:
Titel:
Six Months Is A Long Time
Release:
28. Juni 2013
LeserInnen-Wertung:
Genre:
Pop,

Sechs Monate sind eine lange Zeit. Ein halbes Jahr, um genau zu sein. Genau so lange haben Kakkmaddafakka nämlich gebraucht, um die Aufnahmen und die Produktion ihres dritten Albums „Six Months Is A Long Time“ abzuschließen. Die Herren aus Bergen (Norwegen) erinnern einen musikalisch fast ein wenig an die legendären Beach Boys, haben aber nicht nur Sand zwischen den Zehen.

Nein, dort findet man vielmehr eine bunte Mischung aus skandinavischer Mucke, die genauso verrückt klingt, wie der Name der Band. Wer nennt sich überhaupt Kakkmaddafakka, mag man sich fragen? Die Antwort: Die Brüder Axel Vindenes und Pål Vindenes und ihre Kumpels Stian Sævig und Jonas Nielsen. Die haben vor mittlerweile fast zehn Jahren spontan eine Band gegründet und ein legendäres Konzert für Freunde gespielt. Der ausgefallene Name blieb, die Begeisterung für das Band-Dasein ebenfalls. Dank ihres maximalistischen Ansatzes, mit so vielen Freunden zusammenzuspielen, wie sie auf die Bühne bekamen, sorgten Kakkmaddafakka schon bald im ganzen Land für Aufsehen. Mit der Zeit reduzierten sie ihr Bühnen-Line-Up auf acht Leute, darunter Kristoffer van der Pas am Schlagzeug sowie der Kakkmaddachoir, eine dreiköpfige Gruppe Tänzer.

Ihr Debüt musste die Band 2007 dennoch in Eigenregie veröffentlichen. Für die norwegische Musikindustrie war das Projekt wohl doch eine Nummer zu durchgeknallt. Also nahmen die Bandmitglieder (alle gerade mal zwischen 15 und 17) „Down To Earth“ allein auf und ließen es von einem ebenfalls sehr jungen Freund produzieren. Man ahnt schon, dass die technische Seite hier nicht unbedingt ausgereift genug war. Überhaupt wurde das Album recht chaotisch. Beim Songwriting konnte Kakkmaddafakka aber niemand etwas vormachen.

Dennoch sollte es noch ein bisschen dauern, bis sie in David Holmes, einem Waliser und Bar-Besitzer, einen Manager und damit allmählich eine Struktur fanden. Zu hören auf dem zweiten Album „Hest“. Die LP bestand aus neun Songs voller Alltagsgeschichten aus dem gesellschaftlichen Leben der Bergener Jugend und stellte einen beeindruckenden Entwicklungssprung dar. Auch im Radio waren Kakkmaddafakka von da an öfter zu hören. Parallel tourten sie unaufhörlich durch Europa und spielten bei diversen Festivals.

2013 hatten sie dadurch genügend Material für ein neues Album zusammen und wollten die Arbeit daran gewohnt leichtfüßig angehen: „Wir hatten vorher intensiv an den Songs gearbeitet, und zwar noch bevor wir auch nur einen Fuß ins Studio gesetzt hatten, weshalb wir in unserer Naivität glaubten, dass wir die Produktion nach einer knappen Woche in der Tasche haben würden“, so Axel. Wie eingangs bereits erwähnt, wurden daraus ein paar Wochen mehr. Doch die haben sich gelohnt.

Das Album ist eine schöne Pop-Scheibe geworden. Mit leichten 70s- und Surfersound-Anleihen, die einfach gute Laune machen, und viel Herzblut. Live kann man sich davon in diesem Jahr auch noch überzeugen, denn die Norweger kommen im Oktober nach Deutschland. Hier die Daten:

02.10.2013 – Dresden, Alter Schlachthof
03.10.2013 – Ulm, Roxy-Kultur in den Hallen
04.10.2013 – Karlsruhe, Substage
05.10.2013 – Bielefeld, Ringlokschuppen
06.10.2013 – Bochum, Zeche Bochum
07.10.2013 – Frankfurt, Sankt Peter
09.10.2013 – Köln, Live Music Hall
10.10.2013 – Luxembourg-City, Den Atelier
11.10.2013 – München, Muffathalle
12.10.2013 – Stuttgart-Wangen, LKA.Longhorn
13.10.2013 – Erlangen, E-Werk
14.10.2013 – Mannheim, Alte Feuerwache
16.10.2013 – Oldenburg, Kulturetage Oldenburg
17.10.2013 – Hamburg, Uebel & Gefährlich
19.10.2013 – Berlin, Columbiahalle

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