Kritik | Sidewalk Conversation von „Max Buskohl“

Küstler:
Max Buskohl
Redaktions-Wertung:
Titel:
Sidewalk Conversation
Release:
07. September 2012
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Max Buskohl hat sein Glück bei der vierten Staffel von „Deutschland sucht den Superstar“ versucht und dürfte vielen aus dieser Zeit noch ein Begriff sein. Obwohl er sich damals für einen freiwilligen Ausstieg entschieden hat, hat das seinem steilen Aufstieg im Musikbusiness keinen Abbruch getan. Zwar nicht mit seiner Band Empty Trash, die sich 2010 aufgelöst hat, dafür aber als Solokünstler. „Das hier bin ich. Und nur ich“, sagt der 23-Jährige über sein Solodebüt „Sidewalk Conversation“, das seit dem 7. September zu haben ist.

Darauf pegelt sich der Berliner sehr ohrenschmeichelnd zwischen Pop und Rock ein und schlägt ein neues Kapitel in seiner Vita auf. Und das, ohne sein Bauchgefühl zu überhören. Nein, Max macht jetzt endlich richtig, was er damals falsch gemacht hat. So sieht er das zumindest. Dabei muss er sich wegen seiner Vergangenheit eigentlich gar keine Gedanken machen. Sein Erstling dürfte ihm interessante Türen öffnen und man ist rückblickend ganz froh, dass er kein „Superstar“ geworden ist. Mark Madlock war zwar erfolgreich, doch auch diese Zeit ist längst vorbei. Max erinnert eher an DSDS-Kollegen wie Thomas Godoj, die sich einfach treu geblieben sind und ihren eigenen Weg gehen.

Gut so, denn jetzt ist Platz für Max Buskohl. Und den füllt er vollkommen aus.  Er hat das unschöne Etikett „Casting-Teilnehmer“ endgültig abgelegt und unter Aufsicht von Producer Roland Spremberg (A-Ha, Sasha, Reamonn…) sowie seiner Allstar-Formation, bestehend aus Ex-Jeremy Days-Gitarrist Jörn Heilbut, Bassist Stephan Gade (Kai Wingenfelder…) und Drummer Reiner „Kallas“ Hubert (Rosenstolz, Tokio Hotel, Max Mutzke…) ein Album gezaubert, das wirklich positiv überrascht. Dabei verzichtet er auf schnelllebige Trends, die derzeit in allerlei Hitlisten zu finden sind, und besinnt sich stattdessen auf Classics. 60er, 70er und 80er, gepaart mit melodiösem Pop. Und alles wunderbar handgemacht.

Max beweist damit, dass er ein sehr gutes Gespür für packende Geschichten und mitreißende Kompositionen hat. Hinzu kommt seine soulig-rockige Stimme, die einem nicht mehr aus dem Kopf will und absolut gar nicht nach zarten 23 klingt. Teilweise erinnert sie sogar ein wenig an Jamie Cullum.

Kurz um: „Sidewalk Conversation“ ist ein wirklicher Knaller. Ganz anders, als man vielleicht vermutet hätte. Auch als Zuhörer muss man eben gewisse Etiketten entfernen und sich auf Neues einlassen. Das lohnt sich in diesem Fall wirklich!

Album-Player:

Max Buskohl – Sidewalk Conversation (Snippets) by Universal Music Backstage

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1 Kommentar

  1. Ein sehr gut gelungenes Album! Jeder Titel hervoragend, sehr einfühlsame Texte, klasse Musik, mal leise, mal lautere Töne, powervoll…

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