Kritik | S.O.S. – Save Olli Schulz von „Olli Schulz“

Küstler:
Olli Schulz
Redaktions-Wertung:
Titel:
S.O.S. - Save Olli Schulz
Release:
16. März 2012
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Olli Schulz ist ein hofflungsloser und zugleich unwiderstehlicher Realromantiker. Einer, der sich in seinen Songs als charmant-witziger Poet austobt, im Traum Beziehungen beendet und gern auch mal ein bisschen verzerrten Hip Hop auf sein Album wirft. Er ist einfach das Ü-Ei unter den Entertainern und beglückt sein Publikum drei Jahre nach seinem ersten Solo-Album „Es brennt so schön“ nun mit einem neuen Studioalbum: „S.O.S. – Save Olli Schulz“.

Auf dem geht es ordentlich zur Sache. Der Beat ist treibend, die Musikalität groß. Olli Schulz flirtet mit dem Zuhörer, gibt sich mal proletenhaft, dann wieder als schüchterner Held. Aus dem vormals verträumten und albernen Gitarrenjungen ist ein gereifter und wacher Geschichtenerzähler geworden. Und zwar so, dass man sich direkt angesprochen fühlt. Und das von seinen teilweise autobiographischen Erlebnissen. Über die singt er 42 Minuten lang. Über Begegnungen mit Freunden, aber auch Feinden. Über die ewige Suche nach der Liebe oder die Vergänglichkeit. In Titeln wie „Irgendwas fehlt, „Old Dirty Man“ oder „Spielerfrau“ ist von allem ein bisschen dabei.

Aufgenommen wurde „S.O.S“. von Moses Schneider, in einer winzig kleinen Kabine im Transporterraum-Studio, Berlin. Mit nur einem Mikro im Raum. Dabei wurde viel improvisiert, Gelassenheit stand im Vordergrund. Ebenso wie die Spontanität bei Olli’s Live Shows. Entstanden sind 14 neue Songs, aber auch interessante und hörenswerte Zwischenspiele. Dazu hat sich Olli Schulz auch Freunde wie Marten Ebsen, Walter Schreifels, Gisbert zu Knyphausen , Winson oder Arne Augustin ins Studio eingeladen. Diese haben seine Titel mal mit einem Chor, einer Gitarre oder auch einem Klavier veredelt.

Auch für seine kommende Tournee hat der Entertainer Überraschendes angekündigt. One Man Shows statt handelsüblicher Konzerte. Man darf gespannt sein. Die Daten dazu  können wir immerhin schon mal verraten:

Olli Schulz „SOS“ Tour 2012″
präsentiert von Motor.de, Laxmag.de und Rolling Stone

24.03. A-Wien, HdM Springbreak Festival
12.04. Stuttgart – Theaterhaus Saal 2
13.04. Dortmund – FZW
14.04. Osnabrück – Lagerhalle „Popsalon Festival“
16.04. München – Muffathalle
17.04. Frankfurt – Batschkapp
19.04. Köln – Stollwerck
20.04. Hamburg – Große Freiheit
27.04. Berlin – Astra
28.04. Leipzig – Theaterfabrik
Booking: Creative Talent

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