Kritik | Roulette von „Blue“

Küstler:
Blue
Redaktions-Wertung:
Titel:
Roulette
Release:
25. Januar 2013
LeserInnen-Wertung:
Genre:
Pop,

Mit Songs wie „All Rise“, „Sorry Seems To Be The Hardest Word“ oder „Breathe Easy“ konnten Blue besonders zwischen 2000 und 2004 große Erfolge feiern. Dann verschwand die englische Boyband – nach 20 Millionen verkauften Platten – in der Versenkung. Offiziell, um sich Soloprojekten widmen zu können.

Obwohl 2009 die Reunion von Duncan, Antony, Simon und Lee bekannt gegeben wurde, bekam hierzuland nicht so wirklich jemand davon mit. Und das, obwohl sich Blue 2011 sogar beim Eurovision Song Contest in Düsseldorf versucht haben. Mehr als ein 11. Platz war hier aber nicht drin und Blue waren schnell wieder vergessen.

Da musste also erst ein Mann wie Matthias Schweighöfer kommen, um die Herren erneut ein wenig zu pushen. Denn für seinen neuesten Film „Schlussmacher“ wählte er die Single „Hurt Lovers“ als Titelsong. Und siehe da – plötzlich sind Blue wieder bei YouTube und Co. angesagt, konnten in den deutschen Charts sogar die Top 10 entern. Die Ballade entstand unter anderem in Zusammenarbeit mit dem deutschen Songwriter und Produzenten David Jost (Aura Dione: „Geronimo“, „Friends“ /Chris Brown), aus dessen Feder bereits I Like“ von Keri Hilson stammt. Wie günstig, dass da in wenigen Tagen auch das neue Album „Roulette“ erscheint.

Auf diesem sind Blue mehr oder weniger frisch vereint und ohne Erfolgsdruck zu hören. Für viele kehrt mit dem insgesamt vierten Album der Briten auch ein Stück Kindheit zurück. Ziemlich genau zehn Jahre nach ihrem letzten gemeinsamen Studioalbum („Guilty“). Zu hören sind Herzschmerz-Balladen, aber auch viele poppige Nummern. Nur leider – neben vielleicht „Hurt Lovers“ – keine wirklichen Highlights. Das Album dudelt nett zwar vor sich hin, ist aber einfach zu durchschnittlich. Etwas schade, denn in der Vergangenheit hat das Quartett ja gezeigt, dass sie durchaus das Potenzial für Ohrwürmer haben. Auf „Roulette“ sind die eher spärlich geseht.

Fans von Blue dürften an der Scheibe aber sicher dennoch Gefallen finden, denn es ist eben der gute alte Blue-Sound zu hören, für den die ehemalige Boygroup einst so vergöttert wurde.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*

n/a