Kritik | Return To Paradise von „Sam Sparro“

Küstler:
Sam Sparro
Redaktions-Wertung:
Titel:
Return To Paradies
Release:
15. Juni 2012
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Beim Namen Sam Sparro hat man eigentlich fast automatisch „Black and Gold“ im Kopf. Mit dem Song hat der Popstar 2008 immerhin seinen bislang größten Hit gelandet, in 14 Ländern die Top 20 geentert und eine Grammy-Nominierung eingeheimst. Auch sein Album „Sam Sparro“ war ein voller Erfolg und wurde von den Kritikern gelobt.

Vier Jahre später wagt sich der australische Musiker nun wieder an die Öffentlichtkeit und präsentiert mit „Return To Paradise“ seinen zweiten Longplayer. Auch hierauf will er sich wieder nicht festlegen und sich schon gar nicht in eine bestimmte Schublade stecken lassen. Er bewegt sich irgendwo zwischen verspieltem Pop, elektronischen Gefilden und Soul. Auf dem schmalen Grenzstreifen zwischen entwaffnender Ernsthaftigkeit und ehrlichem, coolen Chic. Was allerdings immer eindeutig ist, ist seine markante, oktavenübergreifende Stimme.

Kein Wunder, seine Karriere war ganz sicher vorherbestimmt. Der Großvater erfolgreicher Jazzmusiker, der Vater Gospelpfarrer und Profimusiker, die Organistin, der Bruder Gitarrist – wenn diese Familie mal nicht musikalisch veranlagt ist!  Klar, dass Sam schon frühzeitig mit Musik in Berührung gekommen ist. „Ich war einfach immer von Leuten umgeben, die Instrumente spielten, sangen und auch live auftraten“, so Sam. Er spielte Keyboard, programmierte Beats und sang im Kirchenchor. Damit ist klar, woher seine Vielseitigkeit kommt. Seinem Musikgeschmack sind keine Grenzen gesetzt – von Soulklassikern und unbekannten Popthemen bis hin zu Dancefloor und Mainstream scheint er alles förmlich aufzusaugen.

Nachdem 2008 der ganz große Durchbruch kam, änderte sich alles. Sam tourte mit Künstlern wie Adele und Robyn, spielte eine eigene Headliner-Tour und Festivals auf der ganzen Welt. Er war nicht mehr aufzuhalten. Dennoch hat er sich in den letzten zwei Jahren die Zeit genommen, an seinem Nachfolgeralbum „Return To Paradise“ zu arbeiten. „Ich habe viel experimentiert und geschrieben. Ich habe mindestens zwei- oder dreimal die Richtung geändert. Anfangs tendierte ich in Richtung Rock, dann drehte ich mich in Richtung Pop. Dann sondierte ich genauer, was mich wirklich inspiriert und das Ergebnis ist ein Album, das von Musik aus der Zeit 1978 bis 1984 beeinflusst ist“, so der Musiker. Und das hört man deutlich. Besonders bei seichten, aber fröhlichen Nummern wie „Happinness“.

„Return To Paradiese“ lässt sich unkompliziert durchhören, ist eingängig und in typischer Sam Sparro-Manier gestaltet.

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