Kritik | Recto Verso von "ZAZ"

Küstler:
ZAZ
Redaktions-Wertung:
Titel:
Recto Verso
Release:
10. Mai 2013
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Es scheint, als wären die Französinnen auf dem Vormarsch. Nach Nolwenn Leroy ist es nun Isabelle Geffroy alias ZAZ, die zum Sturm auf unsere Gehörgänge ansetzt. Ihr gleichnamiges Debütalbum pay for research paper hat sie bereits vor 1,5 Jahren veröffentlicht, hat es damit sogar in die deutschen Charts geschafft. Allerdings dürften dies nur frankophile Pop-Connaisseure mitbekommen haben. Mit „Recto Verso“ will ZAZ nun auch den Rest der Musikliebhaber für sich gewinnen. Und zeigt ihre besten Seiten.

Und die Bedingungen stehen gut. Denn auf ihrem zweiten Album verführt die aus dem westfranzösischen Department Indre-et-Loire stammende Sängerin in chansonhafter Manier mit zarten Melodien und eingängigen Refrains. Alles ganz unaufdringlich, aufgehaucht wie ein zarter Kuss. Wen der Opener „On Ira“ (der zugleich auch die erste Auskopplung ist) noch nicht überzeugt, der erwischt sich spätestens bei „Comme ci, comme ça“ beim Mitwippen.

Und es geht beschwingt weiter. Auch „Gamine“ und „T’attends quoi“ leben von einem etwas schnelleren Tempo sowie lockerer Beschwingtheit. Überhaupt ist das gesamte Album von Leichtigkeit geprägt. Etwas, was die Franzosen irgendwie immer wieder schaffen. Im Fall von ZAZ kann mich nicht eindeutig sagen, ob das an der anrührenden Vita der talentierten Weltenbummlerin oder einfach nur an der musikalischen Qualität liegt. Fakt ist, dass ihre Musik viel zu schön ist, um nicht gehört zu werden.

Das dürfte jeder bestätigen, der die Französin bereits live erlebt hat. Und das waren in den vergangenen zweieinhalb Jahren immerhin mehr als 80.000 Zuschauer. Und zwar nicht nur in Frankreich und Deutschland, sondern auch der Türkei, Russland, Italien, Griechenland, Serbien, Kanada und Japan. Und da gibt es auch direkt eine gute Nachricht: Nach einer kurzen Clubtour im Mai stehen für den Sommer zahlreiche Festival-Auftritte in Deutschland auf ZAZs Konzertplan. Gelegenheit genug, sich die Sängerin mal von Nahem anzusehen.

Die Termine auf einen Blick:

05.05. HAMBURG – Fliegende Bauten – SOLD OUT
06.05. BERLIN – Heimathafen
09.05. KÖLN – Gloria – SOLD OUT
12.05. MÜNCHEN – Freiheiz – SOLD OUT
25.06. ABENBERG – Burg Abenberg
03.07. BONN – Kunst!Rasen
04.07. STUTTGART – jazz Open
07.07. MAINZ – SWR Summer Festival
08.07. MÜNCHEN – Tollwood Festival
22.07. SINGEN – Hohentwiel Festival
02.08. BERLIN – Citadel Music Festival
03.08. DRESDEN – Junge Garde
09.08. HAMBURG – Stadtpark OpenR

Weitere Live-Daten sind in Planung.

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