Kritik | Pussy Empire hebt ab von „The Stewardesses“

Küstler:
The Stewardesses
Redaktions-Wertung:
Titel:
Pussy Empire hebt ab
Release:
17. Februar 2012
LeserInnen-Wertung:
Genre:
Pop,

Willkommen an Bord der Pussy Empire Airlines. Wir wünschen Ihnen einen angenehmen Flug und eine gute musikalische Unterhaltung mit „The Stewardesses“. Cabin crew, ears on automatic, cross-check and report. Ready for take off!

So oder so ähnlich könnte das Album „Pussy Empire hebt ab“ eingeleitet werden. Wir versuchen es aber anders: The Stewardesses heißen Chantal De Freitas, Catharina Boutari, Katriana, Birgit Fischer und Illute und sie machen akustischen, mehrstimmigen Pop mit ausgeliehenen Songs. 13 großen, kleinen und fremden Hits, wie „Mensch“ von Grönemeyer, „Türlich, Türlich“ von das Bo oder „Is it cos´ I’m cool“ von Mousse T. Alle diese scheinbar unvereinbaren Songs wollten die Mädels aus der Luft stimmungsvoll auf einer Platte zusammenbringen. Mit dem richtigen Schwung Frauenpower. Gelungen ist ihnen das aber nicht so ganz.

Denn es ist nicht nur die Zusammenstellung der Tracklist, die für Stirnrunzeln sorgt. Auch mit der Umsetzung düfte der ein oder andere so seine Probleme haben. Funktionieren seichtere Nummern wie „Major Tom“ von Peter Schilling oder sogar „Durch den Monsun“ von Tokio Hotel noch recht gut, haben die fünf musikalischen „Saftschubsen“ mit rockigeren Nummern wie „Sonne“ oder „Amerika“ von Rammstein deutlich mehr zu tun. Die Stimmen klingen teils einfach zu eintönig und können vielen Originalen kaum das Wasser reichen. Besonders bei „Allein, Allein“ von Polarkreis18 und „Weißes Papier“ von Element of Crime kippt der Pussy-Empire-Flieger ganz gewaltig. Die Reise gen Akustik-Himmel ist definitiv nicht für jeden geeignet.

Den Stewardesses hat sie allerdings großen Spaß gemacht und jede der Damen hat eigene Erfahrungen mitgenommen, die sicher auch in das ein oder ander Album gipfeln werden. Wer Freude an akustischen Umsetzungen hat und bekannte Stücke der letzten Jahre in einem völlig anderen Gewand erleben will, der sollte sich „Pussy Empire hebt ab“ auf jeden Fall zu Gemüte führen. Das Album erscheint morgen, am 17. Februar. Kurz darauf gehen die Damen dann auch auf Tour!

Live:

22.02. Lübeck, Funambules
24.02. Kiel, Prinz Willy
28.02. Villach, Café Herr Vincent
29.02. Klagenfurt, Lendhafencafé
01.03. Wien, B72
02.03. Linz, Stadtwerkstatt
03.03. Salzburg, Denkmal
05.03. Töging am Inn, Herrenhaus
06.03. München, TBC
07.03. Lindau, 37º
08.03. Fürth, Badstraße
10.03. Itzehoe, Lauschbar
14.03. Hamburg, Bernsteinbar
31.03. Dortmund, Subrosa
02.04. Köln, Theater der Keller
04.04. Hildesheim, Kulturfabrik Hildesheim, Club Veb

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