Kritik | Psycho Boy Happy von "Sizarr"

Küstler:
Sizarr
Redaktions-Wertung:
Titel:
Psycho Boy Happy
Release:
14. September 2012
LeserInnen-Wertung:
Genre:
Pop,

Auf den 14. September dürften eingefleischte und heimliche Fans von Sizarr lange gewartet haben. Denn schon 2009 gab es erste Töne von der Band zu hören. Unter anderem beim Melt! Festival. Danach kam Stille. Aber die hatte durchaus ihre Gründe.

Umso eindrucksvoller melden sich die drei Abiturienten aus der Pfalz jetzt zurück. Mit einem Album, das ihnen einen steilen Pfad ebnet und dem eine interessante Karriere folgen dürfte.

Fabian, Philipp und Marc stecken zwar teils noch in der Pubertät, sie machen aber Pop wie die ganz Großen. Von Landau führt sie ihre Musik raus in die große, weite Welt und beschreibt zugleich eine völlig neue Generation von Bands. Sizarrs Wurzeln liegen im WWW, ihre Sehnsüchte sind aber so normal wie die anderer Gleichaltriger. Nur dass sie es eben verstehen, diese losgelöst und aufregend zu vertonen.

Sie haben ein überraschendes Selbstbewusstsein und das hat sich rumgesprochen. Sizarr waren Gast bei diversen Festivals, tourten mit Kele und wurden als Support für Broken Bells engagiert. Große Plattenfirmen und die Presse wurden hellhörig, es erschienen Artikel in The Guardian, der Süddeutschen, in Intro, im Musikexpress und auf Spiegel Online.

Mit ihren jungen Jahren haben die drei Musiker also schon einiges, worauf sie stolz sein können. Sie machen seit ihrer frühesten Jugend Musik, nutzen aber auch die Vorteile der Digitalisierung für sich. Sie verstehen, was sie spielen und besingen. Die polyrhythmischen Texturen ihrer Songs fesseln einfach. Ebenso die Vielfalt aus Instrumenten, die sich auf „Psycho Boy Happy“ findet. Es ist die akustische Natürlichkeit, die Sizarr so besonders macht. An der hat das Trio bei ihrem Erstling zwei Jahre lang gearbeitet. Und wie es scheint, hat sich jeder einzelne Tag davon gelohnt … Unbedingt reinhören, kaufen, reinhören, süchtig werden! Sizarr machen Musik, die in die Welt hinaus drängt. Da pushen wir doch gern ein wenig.

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