Kritik | Progress von „Take That”

Küstler:
Take That
Redaktions-Wertung:
Titel:
Progress
Release:
19. November 2010
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Nach langen fünfzehn Jahren und vielen Diskussionen, die durch die Presse mitgetragen wurden, haben es die Jungs von Take That noch einmal miteinander versucht. Dementsprechend groß waren die Spannung und die Erwartung bezüglich des neuen Albums „Progress“.

Die erste Single-Auskopplung „The Flood“ ist zugleich der erste Titel auf dem neuen Album. Ein Song, welcher wirklich erfrischend ist und verblüfft. Mit „The Flood“ erhält man den Eindruck, dass sich die Band nie getrennt hätte. Der Track spiegelt eine perfekte Weiterentwicklung wider. Vielleicht mag es auch daran liegen, dass Robbie Williams die hauptsächlichen Textpassagen singt. Wirklich atemberaubend.

So geht man als Zuhörer davon aus, dass es stimmungsvoll weitergeht. Doch was danach folgt, ist schwer zu beschreiben. Das nachfolgende Lied ist „SOS“. Der Titel ist an sich nicht schlecht. Er ist poppig und geht ins Ohr. Robbie Williams kann vielleicht diese Stimmlagen singen, aber Mark Owen? Nein, danke. Das Lied „Wait“ erinnert ein wenig an die Pet Shop Boys, mit denen Robbie bereits erfolgreich zusammen gearbeitet hat. Im Gesamtwerk ist der Titel ganz passabel. Was man sich allerdings bei den Aufnahmen von „Kidz“ gedacht hat, kann man gar nicht beurteilen. Wer ein wenig genauer hinhört, wird eine Ähnlichkeit mit dem Titel „If U seek Amy“ von Britney Spears feststellen. Im Übrigen hätte auch sie „Kidz“ einspielen können. Vielleicht wäre er dann stimmlich besser ausgearbeitet. Für „Kidz“ gibt es also einen absoluten Daumen nach unten. Schade eigentlich. Der Refrain ist das einzig gute an dem Song.

Mit „Pretty Things“ wird es ein wenig ruhiger und bedächtiger. Wieder ein wenig Ruhe für die stark beanspruchten Ohren. Ein schöner Titel, welcher zum Träumen anregt. Sicherlich kommt er von Herzen. „Happy Now“ scheint wie eine Mischung aus Bee Gees und Kanye West zu sein. Letztendlich klingt der nachfolgende Song „Underground Machine“ mehr nach einer Produktion, die eher auf den amerikanischen Markt abgestimmt wurde. Sicherlich ganz nett, aber nicht unbedingt der Kracher. „What do you want from me?“ ist eigentlich ein wunderschöner Titel. Eigentlich! Bis auf den Gesang. Der ist doch etwas gewöhnungsbedürftig. Ähnlich ergeht es auch „Affirmation“. Ein würdiger Abgang findet sich in „Eight Letters“. Zum Ende muss man leider sagen, dass Robbie Williams und Garry Barlow die Platte auch ohne die Hilfe der anderen hätten aufnehmen können. Das wäre natürlich nicht so werbeträchtig gewesen. Man kann nur hoffen, dass „Progress“ der Anfang einer neuen Reihe von Take That Alben ist. Zur Einstimmung ist es nämlich ganz okay. Überzeugend ist es leider nicht, obwohl man sich wirklich Mühe gegeben hat neu und modern zu klingen.

Take That haben sich neu definiert. Sicherlich wird sich das Album sehr gut verkaufen. Viele werden sicherlich neugierig sein. Qualitativ ist das Album sehr gut. Musikalisch wegen des neuen Sounds eher etwas gewöhnungsbedürftig. Zumindest sollte man es mehrfach hören, um es zu mögen. Alte Fans dürften sicherlich geschockt sein, weil man sich einfach mehr versprochen hat und dachte, man würde an alte Zeiten anknüpfen. Der absolute Kracher des Albums: „The Flood“.

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1 Kommentar

  1. es kam wie es kommen musste
    Robbi hat sich wieder in den mittelpunkt gerückt und es zu seinem album gemacht bis auf the flood könnte man es für ein album von Erasure halten erinnert sehr an Always usw
    Kein vergleich zu den gänsehaut alben Beautiful World und the Circus wo man jedes lied durchhören konnte ohne weiter zu drücken

    Enttäuscht

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