Kritik | Plenty Of Love von „Mic Donet“

Küstler:
Mic Donet
Redaktions-Wertung:
Titel:
Plenty Of Love
Release:
15. Juni 2012
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Wer aufmerksam die erste Staffel von „The Voice of Germany“ verfolgt hat, der dürfte sich an einen Namen noch sehr genau erinnern: Mic Donet. Der Schützling von Juror und Coach Xavier Naidoo hat den Sieg mit der Ausscheidung im Halbfinale knapp verpasst, hatte ihn aber irgendwie auch gar nicht nötig. Sein Erstling „Plenty Of Love“ war zu dem Zeitpunkt nämlich schon längst fertig und wurde von Xavier bereits in höchsten Tönen gelobt.

Nachdem wir uns lange gedulden mussten (der Longplayer hat schließlich seit 2008 in irgendeiner Schublade geschlummert), können wir nun endlich selbst in die Scheibe reinhören. „Plenty of Love“ ist seit heute, dem 15. Juni, offiziell im Handel erhältlich.

Und was man darauf so zu hören bekommt, das lässt sich mit nur einem Wort beschreiben: Wow! Und: R. Kelly 2.0! Aber zu seinen besten Zeiten!  Mic Donet weiß genau, wie er seine soulige und kraftvolle Stimme einsetzen muss und auch Xavier war von den zehn bzw. elf Titeln so begeistert, dass er in Berlin alle Macher von The-Voice-of-Germany nachsitzen ließ, um ihnen „Plenty Of Love“ von vorne bis hinten vorzuspielen. Ohne nur einmal zu skippen.

Was Mic Donet mit seinem Zweitling („Stille Wasser“ wurde 2004 veröffentlicht) abliefert, ist purster und ehrlichster Soul. Zeitlos, elegant, organisch. Seine Liebe zur Musik kann man in jedem Ton dieser Platte hören und spüren und das ist einfach nur beeindruckend. Auch wenn ihnen ein böses, oftmals zutreffendes Klischee anhängt: Castingshows können wirklich echte Talente hervorbringen. Mic Donet alias Michael Schuppach ist eines von ihnen.

Man erwischt sich immer wieder dabei, dass man glaubt, einen alten Klassiker zu hören. Nur, um kurz darauf festzustellen, dass hier gerade etwas vollkommen Neues passiert. Besonders die Songs „Pray 4 Rain“, „Half A Man“ (wunderbar), das bereits aus „TVOG“ bekannte und rhythmische „Losing You“ (das Video dazu seht ihr hier) oder auch „Someday“ erwischen einen eiskalt und zugleich auch sowas von heiß, dass man gar nicht genug von diesem Album bekommen kann. Unglaublich, dass jemand mit so viel Gefühl in der Stimme erst eine Castingshow gebraucht hat, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Mic konnte zwar zuvor schon einige interessante Meilensteine zu seiner Biografie hinzufügen, aber „TVOG“ und Xavier Naidoo sollten letztlich das große Sprungbrett werden. Man muss eben nicht siegen, um ein Gewinner zu sein!

Bitte mehr davon!

 

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*

n/a