Kritik | Paradies Naiv von "LAING"

Küstler:
LAING
Redaktions-Wertung:
Titel:
Paradies Naiv
Release:
01. März 2013
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Seit ihrem grandiosen Auftritt beim Bundesvision Song Contest dürften die Mädels von LAING morgens

noch müder sein, als sie es in ihrem Fast-Siegertitel besungen haben. Knapp 23.000 Fans zählt ihre Fanpage bei Facebook bereits und es werden jeden Tag mehr. Ab dem 1. März ganz bestimmt, denn da erscheint das lang ersehnte Debüt der vier Damen.

Hierauf besingen sie die Tageschau, Kaffee mit Zucker, wie sie gewisse Herren um die Ecke bringen und Flüsse aus Strom. Und das ganz einfach, weil sie es können. Rotzig, frei heraus und von der Leber weg fabrizieren Leadsängerin Nicola, Marisa, Johanna und Atina Ohrwürmer mit Suchtpotential. Akustisch irgendwo zwischen The Bird and the Bee und MIA sind LAING nicht nur eine Entdeckung, sondern ein audiovisuelles Gesamtpaket.

Was sie machen, ist anders. Und genau das trifft einen Nerv, wie die vielen positiven Reaktionen auf ihre Musik/Videos zeigen. Sie brauchen kein großes Tamtam. Hier und da ein nettes Beatchen, eine eingängige Melodie, ansonsten arbeiten die Ladies vor allem mit dem Mund und legen auch noch selbst Hand an (ein Schelm, wer Böses dabei denkt). Jeder Ton ist selbst produziert, jede Zeile selbst geschrieben, jedes Outfit selbst geschneidert, jeder Tanzschritt selbst erdacht. So klingt also Emanzipation.

Und dieses Selbstbewusstsein hört sich nicht nur sexy an, es sieht auch so aus. LAING sind eine Mädchengang, der man nur zu gern beitreten würde. Eine Bewegung vergleichbar mit der Neuen Deutschen Welle. Auch, wer kein Seepferdchen hat, wird hier prima mitschwimmen können. Man muss sich eigentlich nur treiben lassen. Auf den elektronisch-minimalistischen Wellen von „Morgens immer müde“, „Mit Zucker“ oder „Maschinell“. Und wer es ruhig mag, der dürfte bereits nach dem Opener „Ding Dong“ mit dem LAING-Virus infiziert sein.

Hier könnt ihr übrigens in alle Songs aus „Paradies Naiv“ reinhören!

„Paradies Naiv Tour 2013“

13.03.13 Dresden, Scheune
15.03.13 Kassel, Schlachthof
16.03.13 Leipzig, LitPop
19.03.13 Aschaffenburg, ColosSaal
20.03.13 Heidelberg, Halle02
21.03.13 Stuttgart,

Speakeasy
22.03.13 Reutlingen, franz.K
24.03.13 München, Atomic Café
25.03.13 Wien, B 72
27.03.13 Augsburg, Ostwerk
28.03.13 Erfurt, HSD (hochverlegt!)
13.04.13 Osnabrück, Popsalon Festival
14.04.13 Essen, Zeche Carl
16.04.13 Köln, Stadtgarten
18.04.13 Hameln, Sumpfblume
19.04.13 Hannover, Musikzentrum
20.04.13 Münster, Skaters Palace Café
22.04.13 Hamburg, Übel & Gefährlich
24.04.13 Kiel, Orange Club
25.04.13 Rostock, Zwischenbau
26.04.13 Berlin, Postbahnhof
19.05.13 Bock am Inn-Festival, Töging am Inn
22.06.13 Campusparty, Dresden
28.06.13 Made in Germany-Festival, Stendal
08.08.13 Rocko Del Schlacko-Festival, Püttlingen

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