Kritik | On This Winter’s Night von „Lady Antebellum“

Küstler:
Lady Antebellum
Redaktions-Wertung:
Titel:
On This Winter’s Night
Release:
16. November 2012
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Für alle Leute, die mit Weihnachtsmusik so ihre Probleme haben, kommt hier eine brauchbare Alternative. Denn die Umsetzung zahlreicher amerikanischer Weihnachtsklassiker ist bei “ On This Winter’s Night“ wirklich perfekt gelungen. Die amerikanische Band Lady Antebellum, die sonst einen modernen Stil aus Country und Pop spielt, zeigt hier wieder einmal, warum sie in den vergangenen zwei Jahren zahlreiche Musikpreise wie die Grammys nicht nur gewonnen, sondern wie 2011 regelrecht dominiert haben. Nach den Erfolgsalben “Need You Now“ und “Own The Night“ folgt nun ein großartig konzipiertes Weihnachtsalbum.

Die tollen und neu inszenierten Arrangements der alten Weihnachtsklassiker zeigen auf, dass Lady Antebellum eben keine Retortenband ist, sondern dass alle drei eben ursprünglich Songwriter waren. Erst nach einigen Jahren taten sich die beiden alten Freunde Charles Kelley und Dave Haywood in Amerikas Country-Hochburg Nashville zusammen und holten später noch Sängerin Hillary Scott dazu. Das Ergebnis ist eine echte Band, die ihr Handwerk wirklich versteht. Ich selbst durfte deren Können beim grandiosen, aber leider zu kurzen Konzertdebüt in Deutschland in Frankfurt im Juli 2012 live erleben. Die Stimmung war vom ersten bis zum letzten Song ohne jede Pause fantastisch, die Jahrhunderthalle hat gebrannt.

Gleich der Einsteiger “A Holly Jolly Christmas“ und der später folgende Song “Blue Christmas“ haben in diesen topmodernen Versionen mehr etwas von Swing-, Jazz- und Big Band-Klassikern und entsprechen definitiv nicht dem nervigen, immer gleichen Weihnachtskitsch. Die Abwechslung in der Stimmung kommt vor allem durch die unterschiedlichen Schwerpunkte der drei Sänger. Während Hillary Scott die Ballade “All I Want For Christmas Is You“ in ein traumhaftes Wintermärchen verwandelt, kommt dann Dave Haywood bei “I’ll Be Home For Christmas“ und zaubert die Gemütlichkeit wie vor einem warmen Kaminfeuer in den Raum.

Fehlen dürfen natürlich auch nicht einige Weihnachtsklassiker wie “The First Noel“ oder der aus Stirb Langsam bekannte Filmhit “Let It Snow, Let It Snow, Let It Snow“, der aber hier durch die weibliche Stimme von Hillary Scott einen völlig neuen Touch bekommt. Ein ewig junges Highlight bleibt “Silent Night“ (in Deutsch Stille Nacht), ebenfalls wunderschön gesungen von Hillary Scott. Den Abschluss dieses grandiosen Albums bildet “Silver Bells“ als eine Art Mischung aus Rock-Ballade mit Streichern unterlegt.

Als Fazit reicht ein Satz: Das beste amerikanische Weihnachtsalbum, das ich je gehört habe.

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