Kritik | October Sky von „Stanfour“

Küstler:
Stanfour
Redaktions-Wertung:
Titel:
October Sky
Release:
11. Mai 2012
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Seit dem letzten Stanfour Album „Rise & Fall“ inkl. der Gold-Single „Whishing You Well“ sind zwei Jahre vergangen. Zwei Jahre, in denen die Band alles getan hat, um an einem Nachfolger zu arbeiten. Das Warten und die Geduld haben sich allerdings gelohnt: „October Sky“ ist ein rockiges, urbanes und zugleich lebendiges Album geworden, das nicht enttäuscht.

Stanfour bleiben ihrem Sound treu, ohne langweilig zu klingen. Im Gegenteil. „October Sky“ ist abwechslungsreich und mit viel Liebe zum Detail arrangiert. Das hört man nicht immer gleich beim ersten Mal, aber das Album soll sich ja auch lohnen. Wozu gibt es schließlich sonst eine Wiederholungstaste?

Mit „Learning To Breathe“ ist der erste Vorbote des Albums bereits Ende April erschienen. Es ist eine eher langsame Nummer, die einen gewissen 70s-Charme hat und damit gar nicht klingt, als stamme sie aus dem Jahr 2012. Ebenfalls ruhig sind die Tracks „Under Water“, „Beautiful“ und „Strange Lights“. Diese werden durch deutlich rockigere Nummern wie „Rule The World“ oder auch „Butterland“ ergänzt und gestalten somit eine äußerst interessante Tracklist, die man nicht müde zu hören wird.

Scheint als hätten die Jungs um die Brüder Rethwisch alles richtig gemacht. Ihre Heimkehr auf die Insel Föhr hat sie offensichtlich kreativ beflügelt. Während es andere europäische Musiker eher ins Ausland zieht, bleiben Stanfour ihren Wurzeln treu. Obwohl man natürlich nicht leugnen darf, dass sie ihr Glück auch über dem großen Teich probiert haben. Allerdings im Bereich der Filmmusik. Gut, dass sie neue Wege gegangen sind, Songs entworfen und Melodien auf den Kopf gestellt haben. „October Sky“ klingt wie eine Einladung in die große, offene Welt und ist ein Album, das sich vor internationaler Konkurrenz keinesfalls verstecken muss.

Das dritte Album der Band kratzt am Pop, aber auch am Rock/Alternative. Dazu haben Stanfour unter anderem mit Iain Archer, Sacha Skarbek und Tedd T, dem Grammy-Gewinner von Mutemath, aber eben auch mit Dave Bascombe, der für seine Arbeit mit Bands wie Depeche Mode, Lady Antebellum und Goldfrapp bekannt ist, zusammengesessen. Kreative Limits sollte es keine geben, musikalische Grenzen waren unerwünscht. Dürfte gelungen sein!

„October Sky“ ist am 11. Mai 2012 erschienen. Live kann man es dann im Herbst und im Dezember erleben:

01.09.12 – Bonn, Marktplatz
02.09.12 – Bochum, Zeltfestival Ruhr
08.12.12 – Hamburg (verlegt vom 17.05.12)
09.12.12 – Oberhausen (verlegt vom 18.05.12)
11.12.12 – Darmstadt
12.12.12 – Zürich
14.12.12 – Stuttgart (verlegt vom 19.05.12)
15.12.12 – München (verlegt vom 22.05.12)
16.12.12 – Wien
18.12.12 – Berlin
19.12.12 – Flensburg
20.12.12 – Bremen
21.12.12 – Hannover

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

n/a