Kritik | North and South von „Milow“

Küstler:
Milow
Redaktions-Wertung:
Titel:
North and South
Release:
18. März 2011
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Mehr als 1,8 Millionen verkaufte Tonträger, etliche Music Awards und Liveshows in mehr als 20 Ländern – Milow, die singende Sanftheit in Person, hat 2009 bewiesen, dass man es auch mit einem Cover zu internationalem Ruhm bringen kann. Seine Akustik-Version von „Ayo Technology“ hat das Original von Timbaland, Justin Timberlake und 50 Cent nahezu vergessen lassen und war in mehreren europäischen Ländern Nummer 1. Auch sein zweiter Song „You Don’t Know“ stieg sofort in die Charts ein, wenn auch nicht ganz so erfolgreich, und macht den Belgier weit über die Grenzen seines Heimatlandes hinaus bekannt.

Sein Album „Milow“, das eigentlich schon seit Drittes war, schaffte es in Deutschland bis auf Platz 3 und war damit hierzulande siegreicher als in Belgien. Da die Veröffentlichung mittlerweile schon zwei Jahre zurückliegt, veröffentlich Jonathan Vandenbroeck, wie Milow eigentlich heißt, im April nun endlich sein neues Album. Das trägt den Titel „North and South“, inspiriert von den „Höhen und Tiefen des Lebens“, wie der Musiker selbst sagt. Es geht u.a. um die Beziehung zu seinem Vater, das Reisen, die Liebe und die Suche nach dem eigenen Ich. Dabei erlaubt Milow sehr persönliche Einblicke, auch, wenn er es eigentlich eher geheimnisvoll mag und deutliche Grenzen zieht. Durch diesen intimen Touch steht das neue Album „Milow“ in nichts nach – den Hörer erwartet erneut eine breite Palette an wunderbar gemächlichen, ruhigen und größtenteils akustischen Songs, die nicht nur ins Ohr, sondern auch ins Herz gehen.

Die erste Auskopplung „You and Me (In My Pocket)“ hat dabei bereits großes Potenzial bewiesen, denn der Gute-Laune-Track bleibt mit seinem recht beschwingten Rhythmus im Kopf. Auch, wenn der Text doch eine etwas ungewöhnliche Liebeserklärung ist und leicht irritieren dürfte, beweist Milow, dass er alles hat, was ein guter Singer-Songwriter braucht. Neben „You and Me“ brillieren auf „North and South“ noch zehn weitere Titel, von denen „Son“, „She Might She Might“, „Little In The Middle“ und „California Rain“ am stärksten sind. Die restlichen Songs kann man aber eigentlich gar nicht wirklich ausgrenzen, denn sie sind ebenso gut und passen perfekt auf das sonnige Album.

Deshalb ist Milow mit „North and South“ in jedem Fall wieder ein genialer Coup gelungen. Auch wenn beim ersten Hören richtige „Earcatcher“ fehlen, können viele Tracks beim zweiten Mal punkten und sorgen einfach für ein gutes Gefühl. Da hat sich das Warten doch mal wieder gelohnt! Danke, Milow!

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