Kritik | Nicolas Sturm von „Nicolas Sturm“

Küstler:
Nicolas Sturm
Redaktions-Wertung:
Titel:
Nicolas Sturm
Release:
17. August 2012
LeserInnen-Wertung:
Genre:
Pop,

„Angry young man des deutschen Singer/Songwriter Pop“. So beschreibt OMAHA Records Nicolas Sturm. Und irgendwie bringt es das gut auf den Punkt. Denn der mit ganz viel Blur, Pulp und Oasis sozialisierte Brit-Pop-Jünger hat Großes vor. Einst wollte er ans Liverpool Institute For Performing Art gehen, überstand sogar das toughe Bewerbungsverfahren, entschied sich dann aber doch dafür, in seiner Heimat zu bleiben und Englisch zu studieren.

Vielleicht hat es aber genau diese Entscheidung gebraucht, um die Weichen für „Nicolas Sturm“, das gleichnamige Debüt des Stuttgarters, zu stellen. Ein Album, auf dem er Deutsch singt und dann einfach mal so anglo-amerikanische Referenzen von Bob Dylan bis Buddy Holly dazwischen schiebt. Er schreibt und singt als Realist, umschifft Selbstmitleid und Melancholie, torpediert sie regelrecht. Aber mit Humor und mit Intelligenz. Das macht ihn authentisch und seine Musik greifbar. Er ist zwar Solokünstler, aber zugleich eben auch Bandmusiker.

Alle Songs des Albums hat er gemeinsam mit Jeremy Dhôme (Halbfranzose und seit einer halben Ewigkeit als Schlagzeuger an Sturms Seite) eingespielt und später mit weiteren Instrumenten „verstärkt“. Er selbst sagt dazu: „Ich bin kein Fan von 1:1 Umsetzungen des Albums auf der Bühne. Die Arrangements sollten variieren, besonders, wenn die Songstrukturen eher einfach sind, wie im Pop eben üblich. Und in unserem Fall als Duo ist das ja sogar zwingend notwendig.“

Parallel zu den Aufnahmen hat Nicolas seine „Doppelleben“ EP eingespielt. Und die Resonanz war positiv. Damit standen die Zeichen für „Nicolas Sturm“ gut. Bestens sogar. So sehr, dass alle Lieder auf dem Album mit gerade mal einem Wort als Titel auskommen. Manchmal braucht es eben nicht mehr. Nur eine richtige Entscheidung.

Tourdaten:

20./21.09.12 Hamburg – Reeperbahn Festival
25.10.12 Köln – Wohngemeinschaft
27.10.12 Berlin – Valentinstüberl
06.11.12 Frankfurt – Ponyhof
10.11.12 Mannheim – Alte Feuerwache (mit Niels Frevert)
12.11.12 A-Wien – Stadtsaal (mit Kid Kopphausen)
14.11.12 Augsburg – Ostwerk (mit Kid Kopphausen)
15.11.12 Erfurt – HSD Gewerkschaftshaus (mit Kid Kopphausen)
16.11.12 Potsdam – Lindenpark (mit Kid Kopphausen)
17.11.12 Berlin – HBC (mit Ewert & The Two Dragons)

Video „Löcher“

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